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Semperopernball will „frecher und moderner“ werden

Gesellschaft Semperopernball will „frecher und moderner“ werden

Breakdance in der Semperoper. Der Ball will sich verjüngen und freut sich über wachsenden Zuspruch auch in der Schweiz und in Österreich. Selbst in afrikanischen Ländern war das Spektakel zuletzt zu sehen.

Die Semperoper

Quelle: Leipzig report

Dresden. Der Semperopernball in Dresden soll nach Aussagen seines Chefs Hans-Joachim Frey „frecher und moderner“ werden und so mehr junge Leute anlocken. Die 11. Ausgabe des Spektakels am 29. Januar 2016 stehe unter dem Motto „Dresden schillert - Der Ball ist bunt“ und sei annähernd ausverkauft, sagte Frey am Montag bei der Präsentation des Programms. Als Gäste werden unter anderem Opernstar Joyce DiDonato und die Musiker des Bundesjazzorchesters erwartet. Neben Wiener Walzer soll auch Breakdance eine Rolle spielen.

Mit dem Motto des kommenden Balls möchte der Veranstalter unterschiedliche Assoziationen wecken - vom Fußball bis zum Karneval. Denn die Zahl 11 stehe nun mal für verschiedene Ereignisse, erklärte Frey. Frey zufolge waren die billigsten Karten für den Ball 2016 - die Flanierkarten für 250 Euro plus Mehrwertsteuer - im Internet binnen kürzester Zeit ausverkauft. In der Oper selbst finden etwa 2500 Gäste Platz. Allerdings kann auch vor dem Haus auf dem Theaterplatz bei freiem Eintritt zum Open-air-Ball getanzt werden. Die Organisatoren rechnen nach den Erfahrungen vergangener Jahre dort mit etwa 13 000 Gästen.

Über das Ballkleid der Debütantinnen sollen die Fans per Voting mitbestimmen. Zur Auswahl stehen sechs Entwürfe von Designer Uwe Herrmann. Das sogenannte Prom-Kleid mit schmaler Taille und weitem, knöchellangem Rock soll reichlich funkeln. Dafür sorgt eine speziell gefertigte Lage Tüll mit Glitzer-Reflektionen. Der Ball wird nicht von der Semperoper ausgerichtet, sondern von einem eigens dafür gegründeten Ballverein. Als dessen Chef zog Frey  eine überaus positive Bilanz des 10. Balls Ende Januar. Mit dem Motto „Dresden heißt die Welt willkommen“ habe man Pegida „weggetanzt“. Die Islamkritische Bewegung dominierte damals noch die Schlagzeilen. Das Motto war kurzfristig erweitert worden, um auf ausländerfeindliche Parolen bei Pegida zu reagieren. Mit Fernsehübertragungen auch nach Österreich und in die Schweiz habe man mehr als zwei Millionen Zuschauer erreicht, hieß es. Da der senegalesische Präsident Macky Sall einen Ballorden erhielt, sei das Event sogar in dessen Heimatland und acht weiteren afrikanischen Staaten ausgestrahlt worden, sagte Frey.

dpa

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