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Kultur Sorbischer Domowina-Verlag forciert Geschäft mit E-Books
Nachrichten Kultur Sorbischer Domowina-Verlag forciert Geschäft mit E-Books
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13:25 26.12.2011
Sorbische Frauen in ihrer traditionellen Tracht Quelle: dpa
Bautzen

„Wie man seine Sprache hassen lernt“ war der erste Titel, der im Sommer 2011 in elektronischer Form erschien.

Die Nachfrage danach sei allerdings sehr gering, hieß es - obwohl die gedruckte Fassung innerhalb eines Jahres vergriffen war. Das Buch des Kulturwissenschaftlers Martin Walde beschäftigt sich mit dem deutsch-sorbischen Konfliktverhältnis.

Aus dem ersten Angebot im neuen Format ließen sich jedoch nicht wirklich Schlüsse ziehen, sagte Matschie. Der Verlag will daher 2012 zwei bis drei neue E-Books herausbringen. Für das erste Projekt auf dem bis dahin unbekannten Terrain sei ein Buch ausgewählt worden, das sich zuvor gut verkauft habe. „Das nächste elektronische Buch soll ein sorbischsprachiges sein“, kündigte Matschie an.

Geplant sei, Timo Meskanks Werk „Kultur im Dienst eines totalitären Regimes“ im kommenden Frühjahr als elektronische Version herauszubringen. Die gedruckte Fassung war in diesem Herbst erschienen.

„Auf dem Markt mit E-Books ist sehr viel in Bewegung“, sagte Matschie. Auch ein kleiner Verlag sollte sich ihrer Ansicht nach trotz aller Schwierigkeiten dieser Herausforderung stellen. An technischen Feinheiten müsse noch gefeilt werden. Nicht alle Lesegeräte für die elektronischen Bücher könnten auch sorbische Buchstaben mit ihren zahlreichen Sonderzeichen abbilden.

Der Domowina-Verlag gibt pro Jahr etwa 35 neue Titel heraus. Hinzu kommen Zeitungen und Zeitschriften. Das Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern erhält von der Stiftung für das sorbische Volk einen jährlichen Zuschuss von knapp 2,6 Millionen Euro.

dpa

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