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Spielberg lässt sich feiern - Kino-Weltpremiere für Tim und Struppi

Spielberg lässt sich feiern - Kino-Weltpremiere für Tim und Struppi

Zweimal roter Teppich am selben Tag, fröhliche Fans aus aller Welt und ein bestens gelaunter Steven Spielberg: In Brüssel und Paris ließ sich der „König von Hollywood“ am Samstag für seine nach Meinung der meisten Kritiker rundum gelungene 3D-Animationsverfilmung der Abenteuer von Tim und Struppi feiern.

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Steven Spielberg scheint mit seiner «Tim und Struppi»-Verfilmung ein Volltreffer gelungen zu sein.

Quelle: dpa

Brüssel/Paris. Die Doppelpremiere in Europa sei auch eine „Verneigung vor dem Genie des großen Hergé“, sagte Spielberg unter großem Beifall vor dem Premierenkino UGC De Brouckère im Zentrum der belgischen Hauptstadt.

Dass der belgische Comic-Autor den mit moderner Digitaltechnik produzierten 3D-Film „Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der „Einhorn““ geliebt hätte, steht für den Regiestar aus Hollywood fest: „Davon bin ich völlig überzeugt.“ Hergé habe zwei Wochen vor seinem Tod im Jahr 1983 noch einmal mit ihm telefoniert und dabei gesagt, wie gern er es sehen würde, dass der US-Regisseur seine Comics verfilme. „Hergé mochte das Kino, er mochte auch meinen „Indiana Jones“-Film, und er hat viele Inspirationen aus spannenden Kinofilmen für seine Comics gewonnen.“

Kino-Weltpremiere von "Tim und Struppi":

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Brüssel/Paris. Zweimal roter Teppich am selben Tag, fröhliche Fans aus aller Welt und ein bestens gelaunter Steven Spielberg: In Brüssel und Paris ließ sich der „König von Hollywood“ am Samstag für seine nach Meinung der meisten Kritiker rundum gelungene 3D-Animationsverfilmung der Abenteuer von Tim und Struppi feiern.

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Zum Schaulaufen auf den roten Teppichen waren „Tim und Struppi“-Fans aus aller Welt gekommen, viele von ihnen aus Deutschland. Spielberg betonte, für die erste Premiere habe er „natürlich Brüssel als Heimat Hergés und Geburtsort von Tintin ausgewählt“. Tintin ist Tims Originalname in Hergés französischsprachigen Comics. Den Film erst in Amerika und danach in Europa zu zeigen, wäre ihm vorgekommen „wie eine Entführung von Tintin in die USA“. Auch Hergés Witwe Fanny Rodwell dürfte das gern gehört haben, die neben der belgischen Prinzessin Astrid zu den Premierengästen gehörte.

Passend zum Stil der Hergé-Comics reiste die Filmcrew mit etlichen Promigästen in einem Thalys-Schnellzug im „Tim und Struppi“-Design von Brüssel nach Paris. Zur hollywoodreifen Inszenierung gehörte, dass Spielberg anschließend die Lokomotive mit einem riesigen Autogramm verzierte. Wie in Brüssel schmückten auch in Paris als Figuren aus „Tim und Struppi“ verkleidete Fans die Party - neben Tim auch mehrfach Kapitän Haddock sowie die Detektive Schulze und Schultze. Echt waren die weißen Struppi-Foxterrier, die einige Fans mit zur Roter-Teppich-Show mitgebracht hatten.

In Deutschland und vielen anderen Ländern wird der mit Spannung erwartete Film ab dem 27. Oktober gezeigt. Die Kinostory basiert auf drei der mehr als 20 Comic-Alben von Hergé - „Das Geheimnis der Einhorn“, „Der Schatz Rackhams des Roten“ und „Die Krabbe mit den goldenen Scheren“. Im Mittelpunkt steht die rasant inszenierte Suche nach einem geheimnisumwobenen Riesenschatz aus dem gesunkenen Schiff „Einhorn“.

Die Arbeit an dem Film sei für ihn „wie eine Rückkehr in meine Kindheit gewesen“, sagte Spielberg in Paris. „Ich liebe nun einmal Abenteuer, und dies ist einer der größten Abenteuerfilme, die ich je machen konnte.“ Tim-Darsteller Jamie Bell („Billy Elliot“) erzählte, was er an der Figur des jungen unerschrockenen Reporters so „cool“ findet: „Er ist normaler Bursche, kein Superheld-Typ. Er versteckt sich nicht hinter einer Maske, hat keine übernatürlichen Kräfte und er ist nicht abhängig von irgendwelcher Technologie, um brenzlige Situationen zu überstehen. Er schafft alles mit Schlauheit und Heldenmut.“

Spielberg hatte die Filmrechte an den Hergé-Comics schon vor rund 30 Jahren erworben. Immer wieder habe er sich an eine Verfilmung machen wollen, sagte er. Doch jedes Mal habe er sich dagegen entschieden, weil die technischen Möglichkeiten ihm noch nicht ausreichend für eine angemessene Kino-Version erschienen. Der Regisseur nahm das Projekt schließlich in Angriff, nachdem ihm sein neuseeländischer Kollege Peter Jackson („Der Herr der Ringe“) die neuen Möglichkeiten der sogenannten Performance-Capture-Technik vorführte.

Das Ergebnis ist eine perfekte Fusion von realem Schauspiel und digitaler Animation. Alle Darbietungen - von Jamie Bell als Tim bis zu der von Daniel Craig als Schurke Sakharin - wirken wie aus dem Comic-Heft entnommen und zugleich lebensecht. Anders als in Europa und Asien kommt der Film in den USA erst kurz vor Weihnachten in die Kinos.

Damit erreicht Spielberg daheim größte Aufmerksamkeit vor der Oscar-Entscheidung Anfang des kommenden Jahres. Er hoffe, dass der Erfolg von „Tim und Struppi“ im Ausland das Interesse in den USA anheizt. „Die Leute dort kennen Tim und Struppi bislang kaum.“ Sollte sich der Film als Erfolg erweisen, sagte Spielberg augenzwinkernd, werde es sicher weitere „Tim und Struppi“-Kinofilme geben. „Für einen zweiten wird bereits am Drehbuch gearbeitet, aber welche Comic-Alben die Vorlage sind, sagen wir jetzt noch nicht.“

dpa

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