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„Sport und Kalter Krieg: Ausstellung und Vortrag im Zeitgeschichtlichen Forum“

„Sport und Kalter Krieg: Ausstellung und Vortrag im Zeitgeschichtlichen Forum“

Wie war der Sport in Deutschland vor 1989 organisiert? Anlässlich der Wechselausstellung „Wir gegen uns: Sport im Geteilten Deutschland“ des Zeitgeschichtlichen Forums lädt das Haus am 18. Februar die Sporthistorikerin Dr. Jutta Braun (Universität Potsdam) ein.

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Zwei Exponate der aktuellen Sport-Ausstellung: Die Sprintschuhe der beiden Konkurrentinnen der 4x100-Meter-Staffel der Frauen von 1972: Renate Stecher (l., DDR) und Heide Rosendahl (r., BRD).

Quelle: PunctumKober

Leipzig. In ihrem Vortrag „Sport und Kalter Krieg: Die Auswirkung der Systemauseinandersetzung auf den deutschen Sport“ wird Braun den Besuchern ab 19 Uhr einen Überblick zu diesem spannenden Thema verschaffen.

Der Kalte Krieg zwischen Ost und West prägte unter anderem auch die deutsch-deutschen Sportbeziehungen. In der DDR betonte die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die politische Bedeutung des Sports: So sollte er beim Aufbau der neuen Gesellschaft helfen und die Bevölkerung für den neuen Staat begeistern. Seine Organisationen wurde vor allem von der SED-Diktatur gelenkt.

In der Bundesrepublik hingegen ging es liberaler zu: Dort waren die Sportverbände demokratisch organisiert und legten großen Wert auf ihre politische Unabhängigkeit. So unterstützt der 1950 gegründete Deutsche Sportbund (DSB) die Bundesregierung in ihrem Anspruch, die alleinige Vertretung Deutschlands zu sein.

Diese beiden System trafen 1972 bei den Olympischen Spiele in München aufeinander. Ein deutsch-deutsches Sportduell forderte die Mächte zum Kräftemessen heraus. Als klarer Gewinner ging die DDR hervor, denn  im Medaillenspiegel stand sie vor der BRD auf dem dritten Rang.

Im Rückblick ergeben sich also viele Fragen. Etwa: Welche Zusammenhänge bestehen seit der Gründung beider deutscher Teilstaaten zwischen Politik und Sport? Wie sind die Erfolge der DDR-Sportler über Jahrzehnte hinweg zu erklären oder: Wie reagiert die Bundesrepublik auf die Entwicklung in der DDR?

Dieser Thematik wird sich Braun in ihrer Veranstaltung widmen.

Zeitgeschichtliches Forum: „Sport und Kalter Krieg. Die Auswirkung der Systemauseinandersetzung auf den deutschen Sport“ 18. Februar 2010, 19 Uhr, Vortrag von Dr. Jutta Braun (Sporthistorikerin, Universität Potsdam). Der Eintritt ist frei.

Holger Günther

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