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Kultur Stadträte wollen Zuschuss für Schauspiel Leipzig nicht erhöhen
Nachrichten Kultur Stadträte wollen Zuschuss für Schauspiel Leipzig nicht erhöhen
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07:48 11.01.2010
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Leipzig

Der Wirtschaftsplanentwurf für die laufende Spielzeit 2009/10 fiel nach LVZ-Informationen bei internen Vorberatungen im Betriebsausschuss Kulturstätten durch und soll deshalb nicht wie geplant auf der Stadtratssitzung am 20. Januar zur Beschlussfassung stehen.

Der Entwurf sieht für den städtischen Eigenbetrieb Schauspiel einen Zuschuss von knapp 14 Millionen Euro aus dem Kommunalhaushalt vor. Das sind 483 000 Euro mehr als in der vorherigen Spielzeit. Theaterleitung und Rathaus versprechen sich davon eine Verbesserung des künstlerischen Angebots. Einen Teil des Geldes hat Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bereits bewilligt. Im November sicherte er Hartmann erst einmal 195 000 Euro zu - der Anteil für das schon zu Ende gegangene Jahr 2009. Für den Rest benötigt er nun die Bestätigung durch den Stadtrat.

Angesichts eines Defizits von zehn Millionen Euro im städtischen Haushaltsplanentwurf für 2010 üben sich viele Stadträte derzeit jedoch in Ausgabenzurückhaltung. Außerdem hatte der Stadtrat erst im Februar 2009 einstimmig einen Finanzrahmen für die großen Kulturbetriebe der Stadt bis 2011 beschlossen, der den Unternehmen Planungssicherheit gibt. Danach sind in den Jahren 2010 und 2011 für Gewandhaus, Oper, Schauspiel, Theater der Jungen Welt und Musikschule zusammen 74,4 beziehungsweise 74,5 Millionen Euro zugesagt. Auf das Schauspiel entfallen davon jeweils 13,4 Millionen Euro. Mehr als die von Jung bereits zugesagten 195000 Euro soll es offenbar für Hartmann zusätzlich nicht geben.

Die CDU beantragte mittlerweile, den Zuschuss an das Schauspiel nicht weiter zu erhöhen und stattdessen die Finanzausstattung des Thomanerchores im Jahr 2010 um 20000 Euro anzuheben. Das Geld würde angesichts zurückgegangener Sponsoreneinnahmen für die Vorbereitungen zum 800-jährigen Chorjubiläum im Jahr 2012 benötigt, heißt es in der Begründung des Haushaltsantrages zur Ratssitzung im Februar.

Klaus Staeubert

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