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Kultur Stammtischmorde: Leipziger Polizeichef Bernd Merbitz schreibt jetzt auch Krimis
Nachrichten Kultur Stammtischmorde: Leipziger Polizeichef Bernd Merbitz schreibt jetzt auch Krimis
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00:59 07.06.2014
Bernd Merbitz liest aus einem Krimi, derzeit schreibt er auch selbst einen. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

"Eine Krimigeschichte", schränkt der 57-Jährige schmunzelnd ein.

"Ich hab' schon angefangen, in drei Wochen muss sie fertig sein." Es wird sein Erstlingswerk. Auf 15 Seiten. Inzwischen habe er aber schon "Blut geleckt". Wiederholungsgefahr daher nicht ausgeschlossen, räumt er ein.

Merbitz ist Gastautor der Reihe Stammtischmorde. Als Komplize wird er daher denjenigen zur Seite gestellt, die sich seit Jahren regelmäßig im Café Waldi im Peterssteinweg zum Krimi-Stammtisch treffen: Autoren, Verleger und Leser. Dabei war auch die Idee entstanden, eine Sammlung mörderischer Geschichten herauszubringen. Nach zwei erfolgreichen Bänden ist gerade Nummer drei in Arbeit.

Dass viele Stammtisch-Mitglieder mit ihren Storys vertreten sind, ist Ehrensache. Gefahndet wurde aber jeweils auch nach einem prominenten Gast. "Im ersten Band war das Erich Loest", berichtet Ex-LVZ-Chefredakteur Hartwig Hochstein, der die Anthologien herausgibt. Edgar Franzmann, Sprecher des Syndikats - der Vereinigung deutscher Kriminal-Schriftsteller - mischte im Folgeband mit. Für Nummer drei landete Hochstein erneut einen Coup: "Ich habe Bernd Merbitz angesprochen." Und er hat "Ja" gesagt.

Im Herbst sollen die neuen Stammtischmorde, die im Leipziger fhl-Verlag erscheinen, veröffentlicht werden. Das Cover ist schon fertig, sagt Verleger Andre Mannchen: "13 Krimi-Experten und Polizeipräsident Bernd Merbitz packen aus".

Zur Story hält sich der Chef der Polizeidirektion Leipzig allerdings noch ziemlich bedeckt. Nur so viel: Es gehe um Wiedervereinigungskriminalität. Ermittler aus Leipzig und Münster gingen gemeinsam in die Spur. "Ich muss aber aufpassen, dass es kein Sachstandsbericht wird", meint Merbitz, früher auch jahrelang Chef der Mordkommission. Gefühle der Polizisten und Situationen gehörten freilich auch beschrieben. "Ich lese Krimis", gesteht der oberste Ordnungshüter. Und er schaue sich hin und wieder auch mal einen Tatort - der im Fernsehen ist gemeint - an. In der Vergangenheit vorzugsweise jenen aus Leipzig, versteht sich. Denn das ist schließlich sein Revier.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.06.2014

Sabine Kreuz

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