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Kultur Steilflug hält an: „The Artist“ räumt auch französischen Filmpreis César ab
Nachrichten Kultur Steilflug hält an: „The Artist“ räumt auch französischen Filmpreis César ab
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09:46 25.02.2012
Der Erfolg des Stummfilms „The Artist“ reißt nicht ab. Bei der Vergabe der französischen Filmpreise wurde die Komödie gleich mit sechs Trophäen ausgezeichnet. Quelle: Delphi Filmverleih
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Paris

Für Bérénice Bejo war die Überraschung groß. Es ist ihr erster César. Ihr Filmpartner Jean Dujardin hingegen ging leer aus und musste die Auszeichnung einem anderen talentierten Kollegen überlassen: Omar Sy für seine schauspielerische Leistung in dem Kassenhit „Ziemlich beste Freunde“.

Omar Sy ist der erste Schwarze, der mit einem César ausgezeichnet wurde. Bisher war der 34-Jähriger eher als TV-Moderator und Komiker bekannt. Seit dem Erfolg in „Ziemlich beste Freunde“, im Original „Intouchables“, in dem er einen vorbestraften Pfleger spielt, ist er über Nacht zu einem Star geworden. Der Film ist mit rund 19 Millionen Zuschauern der erfolgreichste französische Film 2011; auch in Deutschland ist die Komödie zu einem Sensations-Hit geworden.

Dass „The Artist“ als Gewinner um die goldenen Trophäen herausgehen würde, war nicht sicher. Zwar ging der Stummfilm mit zehn Nominierungen in den Wettstreit, doch überwiegend in Nebenkategorien. Eigentlicher César-Favorit war „Polisse“ von Maïwenn Le Besco, der sich mit dem Preis für den besten Schnitt begnügen musste. Der Polizeifilm ging mit 13 Nominierungen ins Rennen. Er wurde 2011 in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

„The Artist“ setzt seit Wochen unverdrossen seinen Eroberungszug in Richtung Oscars fort. Der Film, der die Geschichte des Stummfilmstars George Valentin erzählt, ist bereits mit drei Golden Globes ausgezeichnet worden, sieben Awards der British Academy of Film and Television (BAFTA) und dem spanischen Goya für den besten europäischen Film. Mit zehn Nominierungen zählt er zu den großen Favoriten der Oscar-Verleihung in Hollywood am 26. Februar. Und da hat auch Dujardin nochmals eine Chance. Denn der 39-Jährige, der bereits für seine Rolle in „The Artist“ in Cannes, bei den Golden Globes und den BAFTAs belohnt wurde, ist als bester Schauspieler nominiert.

Die Trophäe für den besten ausländischen Film ging an das Beziehungsdrama „Nader und Simin - eine Trennung“ von Asghar Farhadi.

Der Film gewann 2011 auf den Filmfestspielen in Berlin als erster iranischer Beitrag den Goldenen Bären. Er erzählt eine dramatische Familiengeschichte aus dem iranischen Alltag von heute. Der 1976 gegründete französische Filmpreis gilt als Gegenstück zum amerikanischen Oscar, der am Sonntag vergeben wird, bei dem „Nader und Simin - eine Trennung“ als bester ausländischer Film im Rennen ist.

Die Ehrentrophäe ging an die britische Schauspielerin Kate Winslet („Titanic“, „Vergiss mein nicht !“). Die 36-Jährige nahm zudem in Vertretung des Filmemachers Roman Polanski den Preis für die beste Literaturverfilmung für „Der Gott des Gemetzels“ entgegen nach dem gleichnamigen Theaterstück von Yasmina Reza. In dem Polanski-Film spielt Winslet eine Mutter, die der blutigen Rauferei ihres Sohnes ein Ende setzen will.

dpa

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