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Kultur Sternstunden deutsch-deutscher Sportgeschichte
Nachrichten Kultur Sternstunden deutsch-deutscher Sportgeschichte
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15:34 30.11.2009

Nebenbei veranschaulicht sie die Faszination des Sports und deren Auswirkung auf den Einzelnen und die Gesellschaft. Bestimmte Ereignisse wie Jürgen Sparwassers legendäres Tor zur Fußballweltmeisterschaft 1974 oder der Zieleinlauf von Heide Rosendahl und Renate Stecher bei den Olympischen Spielen 1972 in München sind Sternstunden der deutsch-deutschen Sportgeschichte und haben sich tief ins kollektive Gedächtnis eingeprägt.

Die Kuratoren haben mehr als 1000 Exponate zusammengetragen. Neben dem historischen Rennrad von Täve Schur versammelt die Schau auch ein Modell des Münchener Olympiaparks von 1972 sowie die Fahne der gesamtdeutschen Olympiamannschaft der Jahre 1956 bis 1968. Auch persönliche Erinnerungsstücke werden gezeigt, etwa die Flossen, mit denen der DDR-Schwimmer Axel Mitbauer 1969 durch die Ostsee in die Freiheit schwamm.

Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig widmet sich in seiner aktuellen Wechselausstellung "Wir gegen uns. Sport im geteilten Deutschland" der unterschiedlichen Entwicklung des Sports in der Bundesrepublik und der DDR. Sie geht dabei besonders auf dessen Bedeutung im Wettstreit der politischen Systeme ein.
Doch nicht nur Memorabilia bekannter Athleten stehen im Vordergrund, sondern auch die Sportförderung im Allgemeinen. So vermittelt die Ausstellung auch einen Einblick, welche Sportgeräte in den Trainingslagern des geteilten Deutschlands verwendet wurden. Negative Begebenheiten wie Zwangsdoping in der DDR werden dabei nicht verschwiegen. Auch die Organisation der Körperertüchtigung in den verschiedenen Teilen Deutschlands wird erklärt: Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) sah die politische Bedeutung des Sports. Er sollte beim Aufbau der neuen Gesellschaft helfen und die Bevölkerung für den neuen Staat begeistern. In der BRD hingegen waren die Sportverbände demokratisch bestimmt und legten Wert auf ihre politische Unabhängigkeit. Das Verhältnis über die Grenzen war stets gespannt. Die Ausstellung schließt mit einer Betrachtung der sportlichen Entwicklung seit der Wiedervereinigung ab. In der Zeit des politischen Umbruchs war vieles möglich, sogar gemeinsame Erfolge bei den Olympischen Spielen in Albertville oder Barcelona im Jahr 1992.

"Wir gegen uns. Sport im geteilten Deutschland"

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Geöffnet bis 5. April 2010

Dienstag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag/Sonntag 10 bis 18 Uhr

Eintritt frei

Holger Günther

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