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Theaterhaus Skala: Leipziger Stadtrat muss über die Zukunft entscheiden

Theaterhaus Skala: Leipziger Stadtrat muss über die Zukunft entscheiden

Nach zwei Jahren des Ringens dürfte am Mittwoch die Grundsatzentscheidung zur Zukunft der Skala fallen, einem traditionsreichen Theaterhaus in der Gottschedstraße 16. Anfang 2013 wurde dort der Spielbetrieb wegen Baumängeln eingestellt.

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Das 1882 erbaute Haus der Skala in der Gottschedstraße: Der Pachtvertrag der gleichnamigen Kneipe im Erdgeschoss läuft bis Ende Juli 2016.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Seitdem werden zwei Alternativen diskutiert.

Variante 1: Die Kommune verkauft die Immobilie meistbietend, um mit dem Erlös (geschätzt eine Million Euro) den Aufbau einer Zweitspielstätte im Schaupielhaus an der Bosestraße mitzufinanzieren. Variante 2: Die Kommune sorgt dafür, dass die Skala wieder eine kulturelle Nutzung erfährt, nimmt dafür Einbußen beim Verkaufserlös hin oder vergibt das Gebäude per Erbbaurecht an einen freien Träger.

Letzteres hatten die Fraktionen von Linken und Grünen schon im Januar 2014 beantragt. Nach langen Debatten steht ihr Papier morgen im Rat zur Abstimmung. In einem Verwaltungsstandpunkt reagierten das Wirtschafts- und Kulturdezernat allerdings zurückhaltend. Sie schlagen dem Stadtrat vor, lediglich zu prüfen, ob "im Rahmen eines Veräußerungsverfahrens" einem Interessenten mit kulturellem Konzept auch dann der Zuschlag erteilt werden kann, wenn andere Bewerber mehr Geld bieten. Bedingung dafür sei, dass der Umbau des Schauspielhauses trotzdem finanziell vollständig gesichert bleibt. Die Option Erbbaurecht will die Verwaltung dabei mit "untersuchen".

Zwei weitere Anträge beziehen sich zwar auf einen Planungsbeschluss für das Schauspielhaus, hätten aber ebenfalls Auswirkungen auf die Skala. Die CDU-Fraktion besteht auf einem Verkauf mindestens zum Verkehrswert. Die Linke argumentiert, dass die Kosten für den Umbau im Schauspielhaus von 6,8 auf 5,0 Millionen Euro gesenkt worden seien. Ein Verkauf der Skala wäre daher unnötig.

Angela Seidel, die Chefin des Filmkunst-Vereins Cinémathèque, verwies gestern nochmal darauf, dass die Stadt den citynahen Kulturort nicht preisgeben dürfe. Gemeinsam mit vielen Partnern hatte sie ein Konzept erstellt, um aus der Gottschedstraße 16 ein Filmkunsthaus mit drei Kino-Sälen zu zaubern (die LVZ berichtete). "Ein Erbbaurecht wäre für das Projekt Filmkunsthaus ideal und auch gut für die Stadt", meinte Seidel. "Dann würde sich die finanzielle Anspannung für uns verringern." Die Stadt bliebe Eigentümerin, hätte zudem Lösungen für Kapazitätsprobleme bei Dokfilm-Woche und Euroscene. Gleichwohl stünden die Kino-Partner weiter zu ihrem Wort, das Haus auch zu kaufen - nur könnten sie mit den Immobilienmarktpreisen nicht mithalten. "Wichtig ist zunächst, dass die kulturelle Nutzung festgeschrieben ist. Egal, wer dann zum Zuge kommt. "

Ähnlich sieht es die SPD, die morgen das Zünglein an der Waage spielen könnte. Er unterstütze den Antrag für eine kulturelle Nutzung von Grünen und Linken, sagte Fraktionschef Axel Dyck.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.02.2015

Jens Rometsch

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