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Titanic in Leipzig: 2017 eröffnet Asisi neue Panorama-Schau

Mythos unter Wasser Titanic in Leipzig: 2017 eröffnet Asisi neue Panorama-Schau

Auf Tauchgang zu einem Mythos: Panorama-Künstler Yadegar Asisi steht kurz vor der Vollendung seines neuen Werks. Ab 2017 ist in Leipzig das Titanic-Wrack als mächtiges Rundbild zu sehen.

Simulation: So soll der Besucher in der neuen Asisi-Schau „Titanic“ das Wrack des Luxusliners betrachten können.
 

Quelle: Asisi

Leipzig.  Die Tiefe zieht ihn an. Zum zweiten Mal nach „Great Barrier Reef“ führt Panorama-Künstler Yadegar Asisi sein Publikum in die Unterwasserwelt. Doch statt Farbenpracht und schillerndes Naturschauspiel steht in der neuen Ausstellung ab dem 28. Januar 2017 das wohl berühmteste Schiffswrack der Welt im Mittelpunkt: Die Titanic. Das Monumentalbild soll noch in diesem Monat fertig werden. „Das sind gerade die finalen Stunden der Vollendung, bevor es in den Druck geht“, so Sprecher Karsten Grebe gegenüber LVZ.de.

„Titanic – das Versprechen der Moderne“ heißt die Ausstellung, die im Leipziger Panometer das versunkene Schiff zu einem Zeitpunkt zeigt, an dem die Natur das Wunderwerk der Technik schon zurückerobert. Der Blick auf die Überbleibsel der Untergangstragödie vom 14. April 1912, bei der 1500 Menschen starben, thematisiert auch den Fortschrittsglauben des Menschen. Es gehe um die „oft damit einhergehende Überheblichkeit gegenüber den Gewalten der Natur“, erklärt Grebe.

Gepäckstücke und Mobiliar

Der Standpunkt des Betrachters im Panometer ist spektakulär. „Man wird von den Wrackteilen umgeben sein“, schildert Grebe. Das Panorama verspricht Einblicke in eine Welt 3800 Meter unter dem Meeresspiegel, die normalerweise komplett im Dunkeln liegt. Asisi erhellt die Szenerie mit dem künstlichen Licht von U-Booten. Auf wissenschaftlichen Expeditionen haben Tauchboote in den vergangenen Jahren das Trümmerfeld des 40.000 Tonnen schweren Kolosses auf einer Größe von rund fünf mal acht Kilometern vermessen und fotografiert.

Im Arrangement Asisis werden die Besucher nicht nur mit einer Masse an korrodiertem Stahl konfrontiert. Auch die Geschichte der Passagiere leuchtet noch einmal auf. „Man wusste ja sehr genau, wie dieser Luxusliner ausgestattet war“, so Grebe.

Yadegar Asisi bei der Anfertigung einer Skizze zu „Titanic“

Yadegar Asisi bei der Anfertigung einer Skizze zu „Titanic“

Quelle: David Oliveira © asisi

Zahlreiche Alltagsgegenstände habe Asisi in künstlerischer Freiheit zusammengestellt. Mobiliar, Einrichtungsgegenstände und Gepäckstücke verweisen auf die menschlichen Schicksale, auf die unterschiedlichen Klassen, auf das Leben an Bord der als unsinkbar geltenden Titanic. Bis zu diesem „Eisberg voraus“, diesem Augenblick am späten Abend des 14. April 1912, 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland, der alles veränderte.

Lebensgefühl um 1900

Für die Recherche zu seinem neuen Werk arbeiteten Yadegar Asisi und sein Team mit verschiedenen Archiven, Museen und Experten zusammen. Enge Kontakte habe es nach Belfast zur Werft von Harland & Wolff gegeben, wo das damals größte Schiff der Welt gebaut wurde. Seit 2012 gibt es dort auch die weltgrößte Schau zur Titanic.

In Leipzig bleibt die Ausstellung nicht bei dem Ozeanriesen der White Star Line stehen. „Wir wollen ein Gefühl für die Zeit um 1900 aufbauen“, erklärt Grebe. Die Nutzung des Werkstoff Stahls für Brücken, Häuser und andere Bauwerke habe das Leben der Menschen dramatisch verändert. So will die Schau den Blick auf die Faszination für außerordentliche Ingenieursleistungen lenken - und rückt gleichzeitig die Frage nach der Beherrschbarkeit der Naturgewalten in den Mittelpunkt.

„Great Barrier Reef“ ist im Panometer Leipzig noch bis zum 15. Januar 2017 zu sehen. Die Ausstellung „Titanic – das Versprechen der Moderne“ startet am 28. Januar 2017. Panometer Leipzig, Richard-Lehmann-Straße 114. www.asisi.de

Von Evelyn ter Vehn

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