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„Tonstörung“ lautet Motto für 21. Euro-Scene-Festival in Leipzig: Gastspiele aus ganz Europa

„Tonstörung“ lautet Motto für 21. Euro-Scene-Festival in Leipzig: Gastspiele aus ganz Europa

Moderne, innovative spannende Stücke – das verspricht die Direktorin für das 21. Theaterfestival Euro-Scene, Ann-Elisabeth Wolff. Unter dem Motto „Tonstörung“ werden in zehn Spielstätten insgesamt zwölf Gastspiele und 25 Vorstellungen gezeigt.

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Unter dem Motto "Tonstörung" findet das diesjährige 21. Euro-Scen-Festival statt.

Quelle: EuroScene Compagnie

Leipzig. Dabei treffen sich Regisseure und Choreografen aus ganz Europa.

Zwischen dem 8. und 13. November ist vom Tanz- und Sprechtheater über musikalische Bühnenformen und verschiedensten Darbietungen bis hin zu sechs Deutschlandpremieren und einem Kinderstück alles dabei. „Das Spektrum ist ziemlich groß“, versichert Wolff. Unter den 32 Partnern ist auch die Europäische Union, durch die ein Gastspiel aus Mazedonien aufgeführt werden kann.

Störungen in der Gesellschaft haben auch Vorteile

„Eine Tonstörung gibt es nicht nur in der Musik. Auch in der Gesellschaft gibt es so etwas“, erklärt Wolff und begründet, weshalb sie sich für diesen Festivalnamen entschieden hat. „Eine Störung klingt zunächst negativ, kann aber auch Positives bewirken. Es ist der Anstoß zum Nachdenken und Fortbewegen.“

Wichtig sind der Direktorin eine Mischung aus alten und neuen Akteuren. „Vor allem die bekannten Künstler sind die wirklichen Höhepunkte. Trotzdem sollen auch Unbekannte auftreten.“ Der Schwerpunkt liegt dabei erneut auf Osteuropa.

Flamenco und Skandinavischer Humor

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Leipzig. Moderne, innovative spannende Stücke – das verspricht die Direktorin für das 21. Theaterfestival Euro-Scene, Ann-Elisabeth Wolff. Unter dem Motto „Tonstörung“ werden in zehn Spielstätten insgesamt zwölf Gastspiele und 25 Vorstellungen gezeigt. Dabei treffen sich Regisseure und Choreografen aus ganz Europa.

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Die Eröffnung findet im Gewandhaus statt. Die beiden Gastspiele von Milko Lazar/ Matjaž Farič aus Ljubliana (Slowenien) und Ivo Dimchev aus Sofia (Bulgarien) stehen dabei auf dem Programm. „Beide zeigen genau das, was das Festival möchte – eine ästhetische Vielfalt“, fügt sie hinzu.

Höhepunkte sind unter anderem das russische Sprech- und Bewegungstheaterstück „Ich – das Maschinengewehr“ von Wladimir Pankow, in dem es um die Bitterkeit des Krieges geht. „Sehr auf die Reaktionen gespannt“ ist Ann-Elisabeth Wolff bei dem Stück „Solo“ des spanischen Tänzers und Choreografen Israel Galván, der sich mit den Wurzeln des Flamencos beschäftigt. Zum Hauptprogramm gehört auch das Tanzstück „2Männer2Mahler“ des Dänen Palle Granhøj. „Dort wird sich dem Komponisten Gustav Mahler mit skandinavischen Humor und Albernheit genähert“, beschreibt Wolff.

Zum Festival-Abschluss lässt der Brasilianer Builherme Botelho, der durch ganz Europa tourt, mit „Sideways rain“ seine Akteure über die Bühne laufen, gehen, kriechen und rollen. „Ein hervorragendes Stück und eine der besten Tanzinszenierungen der vergangenen Jahre“, wie Wolff findet. „Das ist schon längst kein Geheimtipp mehr.“

Auch für die Kinder wird ein Stück aufgeführt: „Der Fischer und seine Frau“. Davon schwärmt die Direktorin: „Bernd Stübner und Werner Stiefel machen das so zauberhaft.“ Kinder können mitspielen und -tanzen.

Die jährliche Carte Blanche hat erstmals nicht die Jury, sondern ein prominenten Künstler vergeben. „Josef Nadj hat dieses Jahr die Nachwuchskünstler ausgewählt“, sagt Wolff. Entschieden hat sich Nadj für „E.I.O“, einer Performance aus Osteuropa. Bei diesem Auftritt kann das Publikum alles selber entscheiden – ob es mitspielen oder lieber zuschauen möchte, aber auch, wie viel Eintritt es bezahlt.

Fünf Minuten auf 360 Grad ohne Rückendeckung

Neben seinem Stück „Sho-bo-gen-zo“ ist Nadj auch in der fünfköpfigen Jury für „Das beste Deutsche Tanzsolo“ vertreten. Zum zehnten Mal hatten Profis und Nicht-Profis die Chance, sich zu bewerben. „Die Leute sollen damit an die Bühne herangeführt werden“, erhofft sich der künstlerische Leiter des Wettbewerbs, René Reinhardt. „Die Idee ist nicht erschöpft, im Gegenteil. Seit Jahren liebt das Publikum den Wettstreit.“

Von ursprünglich 88 Bewerbern dürfen sich 20 vorstellen. „Darunter sind die Jüngsten zwölf Jahre, die Ältesten über 70 Jahre“, ist Reinhardt begeistert. Zehn kommen ins Finale. Kreativität, Ausstrahlung und Individualität sind gefragt. Dabei ist jeder Teilnehmer auf einer runden Bühne, umgeben von Publikum. Er hat nur fünf Minuten Zeit, um die Jury mit seinem Auftritt zu überzeugen. „Amateure haben mindestens genau so viele Chancen“, versichert Wolff. Die Zuschauer werden im Finale den Publikumspreis vergeben.

Rund um die Aufführungen des Festivals werden eine Vielzahl an Filmen gezeigt und Vorträge gehalten. Zudem finden Workshops und Podiumsdiskussionen statt. „Auch die Publikumsgespräche nach den Vorstellungen, die die Leipziger so sehr lieben, wird es wieder geben“, verspricht die Euro-Scene-Direktorin Wolff.

Der Etat des Theaterfestivals liege dieses Jahr mit rund 700.000 Euro etwas höher, woran auch die Aufführung aus Mazedonien verantwortlich ist. Aus diesem Grund sei auch der Ticketpreis um zehn Prozent angehoben. „Die letzte Platzgruppe haben wir so gelassen, nur die vorderen Reihen sind etwas teurer“, sagt sie. Und betont: „Es soll für jeden finanziell möglich sein.“

Für 2011 ist bereits alles in Sack und Tüten, was das Programm betrifft. „Um die besten Künstler zu bekommen, planen wir jetzt schon für 2013“, sagt Wolff.

Annett Böhm

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