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Kultur Traditionsreiche Musikbibliothek Peters bleibt in Leipzig
Nachrichten Kultur Traditionsreiche Musikbibliothek Peters bleibt in Leipzig
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20:45 06.02.2013
Notenblatt (Symbolbild) Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Verkäufer waren die Erben nach Henri Hinrichsen. Stadt, Freistaat, Bund, die Kulturstiftung der Länder und das amerikanische Packard Humanities Institute finanzierten den Ankauf.

Die Stadt Leipzig und die Erben nach Henri Hinrichsen entschieden, dass der richtige Ort für die Bibliothek nur Leipzig sein könne, sagte der Sprecher. In Leipzig habe Max Abraham die Bibliothek gegründet und Henri Hinrichsen sie schließlich übernommen und erweitert. Die Sammlung solle mit einem Festakt im Frühjahr öffentlich in der Leipziger Stadtbibliothek präsentiert werden.

Die Musikbibliothek Peters wurde 1894 eingeweiht und geht auf eine Stiftung des Inhabers des Musikverlages gleichen Namens zurück. In seinem Testament verfügte Initiator und Stifter Max Abraham, dass die Bibliothek in Leipzig bleiben solle. Jedoch blieb das Dokument bis zum Freitod des Musikverlegers ohne Unterschift. In Der Folge wurde die Bibliothek von der Stadt betrieben, bis Henri Hinrichsen die Sammlung 1922 wieder übernahm.

Nach der sogenannten Arisierung durch die Nationalsozialisten wurden der Verlag und die Bibliothek in der DDR verstaatlicht. 1993 bekam Evelyn Hinrichsen die Eigentumsrechte an der Bibliothek zurück übertragen. Sie war die Ehefrau und Alleinerbin von Walter Hinrichsen, einem der Söhne des 1942 in Auschwitz ermordeten Henri Hinrichsen, der Teilhaber des Musikverlages war. Die Bibliothek ist im Länderverzeichnis für Sachsen eingetragenes Kulturgut und steht unter internationalem Kulturgutschutz.

dapd/ joka

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