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Trauer um Publikumsliebling Thomas Kornack – Leipziger starb vermutlich an Herzinfarkt

Trauer um Publikumsliebling Thomas Kornack – Leipziger starb vermutlich an Herzinfarkt

Trauer um den Schauspieler Thomas Kornack aus Leipzig: Nach dem Bekanntwerden seines plötzlichen Todes mit nur 38 Jahren, reißt in den sozialen Netzwerken die Anteilnahme nicht ab.

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Thomas Kornack, der jüngst im Alter von 38 Jahren starb, war ein Publikums-Liebling der Störtebeker-Festspiele.

Quelle: dpa

Leipzig. Dank für seine Auftritte bei den Rügener Störtebeker-Festspielen und Fassungslosigkeit spiegeln sich wider. Die Todersursache war zunächst unklar. Vermutlich ist Kornack an einem Herzinfarkt gestorben.

Das Umfeld Kornacks gehe davon aus, berichtet die Ostsee-Zeitung. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür derzeit nicht. Auf der Facebook-Seite der Störtebeker-Festspiele schreibt das Ensemble, in dem er in dieser Saison die Rolle des sächselnden Händlers „Kurzer“ übernommen hatte: „Thomas, Du wirst uns hier unendlich fehlen, aber in unseren Herzen und Gedanken weiterleben. Wir danken Dir für die wunderschöne Zeit die wir zusammen geniessen durften!“

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Leipzig. Trauer um den Schauspieler Thomas Kornack aus Leipzig: Nach dem Bekanntwerden seines plötzlichen Todes mit nur 38 Jahren, reißt in den sozialen Netzwerken die Anteilnahme nicht ab. Dank für seine Auftritte bei den Rügener Störtebeker-Festspielen und Fassungslosigkeit spiegeln sich wider. Die Todersursache war zunächst unklar. Vermutlich ist Kornack an einem Herzinfarkt gestorben.

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Als unfassbar beschreibt auch Schauspieler Hans Steinberg, der in der vergangenen Ralswiek-Saison den Lübecker Kaufmann Hinrik Westhoff mimte, den Tod des Kollegen. "Wir hatten ein sehr enges kollegiales Verhältnis. Jeden Tag, wenn wir uns auf der Hinterbühne gesehen haben, haben wir uns in den Arm genommen und auch mal ordentlich zusammen getrunken", erinnert sich Steinberg. "Er war noch so jung und hatte gerade eine tolle Rolle in Bremen, sein Tod ist wirklich sehr traurig."

"Mir hat es die Füße weggezogen, ich konnte es nicht glauben und bin immer noch fassungslos", sagt Ensemble-Mitglied Karin Hartmann leise. Vielen ihrer Kollegen ginge es ähnlich. "Vier Tage vor seinem Tod stand er noch in Neustrelitz auf der Bühne, und es gab keinerlei Anzeichen. Es es ist einfach furchtbar", sagt die Schauspielerin. Sie will den Sachsen, der mit seiner Lebensgefährtin und deren zwei Kindern in Leipzig lebte, so in Erinnerung behalten, wie er war: "Er war ein Publikumsliebling und ein toller Sänger mit außergewöhnlicher Stimme."

Karrierestart in Leipzig

Der gebürtige Erfurter begann seinen Weg ins Rampenlicht in Leipzig: Dort studierte er an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Leipziger TV-Serien machten ihn einem großen Publikum bekannt. So bekam Kornack Auftritte in der erfolgreichen ARD-Serie „In aller Freundschaft“ und trat in Kriminalfällen der „Soko Leipzig“ und des „Tatort Leipzig“ vor die Kamera.

Das Rollenspektrum Kornacks war breit gefächert. Bei seinem Engagement am Theater Chemnitz (2002-2004) wurde er für die Rocky Horror genauso besetzt wie für eine Bühnen-Adaption von „Die Olsenbande dreht durch“. Über Graz wechselte Kornack später ans Staatstheater Mainz, wo er sein Talent in Klassikern wir Sophokles „König Ödipus“ oder Goethes Clavigo ausspielte.

Humoristisches Talent

Bevor er in der Saison 2013 erstmals das Engagement in Ralswiek annahm, komplettierte er seine Bühnenerfahrung am Theater Augsburg. Zu seinen beruflichen Weggefährten gehörte auch Matthias Brenner, derzeit künstlerischer Direktor am Neuen Theater Halle.

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2014 begeisterte Kornack die Störtebeker-Fans bereits in der zweiten Saison.

Wo auch immer Kornack auftrat, das Humoristische fiel dem bärtigen 1,86-Mann, der auf vielen Fotos den Schalk im Nacken trägt, leicht. So haben ihn auch seine Fans in dieser Störtebeker-Saison gesehen und geliebt. Ein Eintrag auf Facebook, der für viele steht: „So bleibt er uns in Erinnerung, liebenswert, humorvoll, sympathisch. Danke, dass wir dich erleben durften!“

Stephanie Büssing / Evelyn ter Vehn

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