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„Twilight“-Fortsetzung: Mehr Action und genug Romantik

„Twilight“-Fortsetzung: Mehr Action und genug Romantik

Die Vampir-Fangemeinde ist gnadenlos. Eine falsche Bewegung, und schon stürzen sich die Verehrer der Blutsauger aus der „Twilight“-Saga auf die Filmemacher - zumindest verbal, im Internet oder in einschlägigen Zeitschriften.

München. Millionen Leser auf der ganzen Welt haben die vier Romane über die Liebe zwischen einem jungen Mädchen und einem Vampir von Stephenie Meyer verschlungen. Die Verfilmung des ersten Teils mit dem Namen „Twilight“ im Jahr 2008 - auf Deutsch „Bis(s) zum Morgengrauen“ - sog mehr als 350 Millionen Dollar (235 Millionen Euro) in die Kinokassen. Am 26. November kommt der ersehnte zweite Teil in die deutschen Kinos. Er heißt „New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde“.

Schon im Vorhinein waren die Erwartungen der Fans so groß, dass die Macher nur hoffen können, dass das Ergebnis gefällt. Keinerlei Ängste müssen jedoch die drei Hauptdarsteller Robert Pattinson, Kristen Stewart und Taylor Lautner haben. Teenies und sogar Erwachsene liegen ihnen zu Füßen, die Klatschzeitschriften sind verliebt in die drei. Zu Tausenden schreien vor allem weibliche Fans gerne: „Edward, beiß mich“, wenn der 23 Jahre alte Darsteller Pattinson auftaucht.

Aus Respekt vor den Fans habe er sich in seiner Verfilmung von „New Moon“ denn auch sehr eng an die Buchvorlage gehalten, gesteht Regisseur Chris Weitz, der sich unter anderem mit dem Jugend- und Fantasyfilm „Der Goldene Kompass“ für seinen Job qualifiziert hatte. „Primär war es meine Aufgabe, den Fans und ihrer Liebe für die Bücher, die sie auch auf den ersten Film übertrugen, gerecht zu werden“, sagt Weitz. Die Geschichte hält sich dementsprechend eng an die Vorgabe. Viele Spezialeffekte waren nötig, die etwas mehr Action und Tempo in den Film bringen.

Nachdem im ersten Teil die Schülerin Bella - gespielt von der 19-jährigen Stewart - und ihre große Liebe, der Vampir Edward (Pattinson) zusammengefunden haben, wird es in Teil zwei ernst für die beiden. Weil Edward Angst hat, seine menschliche Freundin könnte von seiner Familie oder ihm selber umgebracht und ausgesogen werden, trennt er sich von ihr. Bella ist verzweifelt. Trost findet sie bei ihrem besten Freund Jacob, gespielt vom 17-jährigen Lautner.

Allerdings zeigt sie auch bei der Wahl ihrer Freunde interessante Vorlieben. Denn es stellt sich heraus, dass Jacob ein Werwolf ist. Weil aber Werwölfe und Vampire sich buchstäblich nicht riechen können, sind neue Probleme vorprogrammiert. Außerdem ist ihr Leben durch eine rachsüchtige Vampirin bedroht, und Bella selber findet Spaß am Risiko. Genug Stoff für fast zwei Stunden gute Teenie- Unterhaltung. Am Ende des Films kommt aber das Element ins Spiel, das der Jugendbuch-Saga ihre größte Kritik beschert. Edward will Bella heiraten. Kritiker verurteilen die rückwärtsgewandte und zweigleisige Moral.

„Dieser Film ist sehr viel tiefer und nachdenklicher“, meint Stewart. „Er ist nicht so naiv. Er ist auch düsterer.“ Eine „emotionale Achterbahn“ sieht Lautner: „Es passiert sehr viel mehr.“ Und was sagen die Fans? Beim einzigen Besuch der Hauptdarsteller vor dem Filmstart in Deutschland, einer kurzen Vorführung von ersten Ausschnitten in München, kreischte die Menge zumindest beim Auftritt der drei. Buchautorin Meyer sagt, sie sei ist zufrieden mit der Arbeit von Regisseur Weitz: „Er wollte den Film im Geist des Buchs drehen, war in dieser Hinsicht einfach cool.“

Britta Gürke, dpa

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