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Übernatürliches mit einem Schuss Melancholie: Jakob Hummel im Ilses-Erika-Garten

Übernatürliches mit einem Schuss Melancholie: Jakob Hummel im Ilses-Erika-Garten

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende entgegen, und der eine oder andere wird es sich schon zweimal überlegen, sich abends in einen Biergarten zu setzen. Gut beraten sind die, die sich trotzdem aufraffen und zum Beispiel dem Garten des Ilses Erika in Connewitz einen Besuch abstatten.

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Sie sind ein gutes Team: Jörg Blumenstein (links) an der Violine und der Folk-Musiker Jakob Hummel.

Quelle: Christian Modla

Dort steht seit Mitte Juli bis Ende August die Sommerbühne. Auf ihr spielten seitdem Musiker aus Leipzig und Umgebung. Am Mittwoch war es an Jakob Hummel, seine Musik vorzustellen - und das war Folk. Mit einer Akustik-Gitarre ausgestattet und Jörg Blumenstein von der Band Long Voyage an der Violine als Unterstützung gestalten die beiden einen gemütlichen Abend.

Hummel veröffentlichte Anfang 2012 sein Debüt "Greetings From Outa Space", von dem er mehrere Stücke im Ilses-Erika-Garten spielt. Auch auf seine bald erscheinende EP, die sechs Titel umfasst, bekommt das Publikum einen kleinen Vorgeschmack. Interessant werden Hummels Auftritte durch die wechselnden Besetzungen - mal begleitet durch eine komplette Band oder eben mit Akustik-Gitarre und Violine. Die Stücke des Leipzigers bekommen so immer wieder ihre eigene Note, als Zuhörer weiß man nie, was auf einen zukommt.

Im Ilses Erika nun haben Hummels Songs durch Jörg Blumensteins Begleitung einen melancholischen Touch - die Stimme des Sängers trägt ihr Übriges dazu bei. Das tut der Stimmung im Biergarten aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Zuschauer sind merklich angetan von der Vorstellung der Musiker. Jakob Hummels Musik scheint wie geschaffen für die gemütliche Atmosphäre des Ilses Erika.

Nach einer halben Stunde Spiel legen Hummel und Blumenstein eine kurze Pause ein. Danach geht es noch mal etwa 30 Minuten weiter. Der Leipziger erzählt in dieser Zeit Geschichten mit seinen Songs - von übernatürlichen Kreaturen, von der Liebe, von Mystischem. Und immer schwingt eine Prise warmer Melancholie mit.

Ob diese Melancholie auf seinem neuen Album, an dem er gerade arbeitet, wieder zu finden ist, davon wird man sich überraschen lassen müssen. Laut seiner Internetseite arbeitet Hummel derzeit an Songs, "die wie Kugeln aus einem DEA-Gewehr klingen". Was auch immer das bedeuten mag.

Für alle, die das Konzert verpasst haben, gibt es einen kleinen Trost. Im Zuge seiner neuen EP tourt Jakob Hummel durch Deutschland. Auch in Leipzig legt er dann einen Stop ein: Am Samstag, den 13. September, spielt er in der Wärmehalle Süd, Eichendorffstraße 7. In welcher Besetzung er dann auf der Bühne stehen wird, weiß wahrscheinlich nur Hummel selbst. Man darf also gespannt sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.08.2014

Simon Cleven

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