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Kultur Ulf Schirmer bleibt Intendant der Oper Leipzig – „Außerordentlich erfolgreich“
Nachrichten Kultur Ulf Schirmer bleibt Intendant der Oper Leipzig – „Außerordentlich erfolgreich“
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15:20 22.06.2017
Ulf Schirmer bleibt Intendant der Oper Leipzig. Sein Vertrag wird bis 2022 verlängert. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Künstlerische Kontinuität in Leipzig: Ulf Schirmer bleibt Intendant der Leipziger Oper. Am Mittwoch hat der Stadtrat einhellig die Personalie verabschiedet und Schirmers Vertrag bis Juli 2022 bestätigt. Seit 2011 leitet Schirmer das Haus am Augustusplatz. Bereits seit der Spielzeit 2009/10 wirkt der Dirigent auch als Generalmusikdirektor des Hauses.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen“, sagte Schirmer am Donnerstag. Er kündigte in den kommenden fünf Jahren „eine ganze Reihe von künstlerischen Höhepunkten“ an.

Die Oper habe sich unter der Leitung Schirmers „außerordentlich erfolgreich“ entwickelt, heißt es in der Begründung des Stadtrats. Das Haus habe sich mit einem ausgewogenen Programm und anspruchsvollen Inszenierungen zu einem der attraktivsten Opernhäuser Deutschlands entwickelt.

Die Stadt nennt Zahlen: So seien die Besucherzahlen von 154.000 in der Spielzeit 2001/12 auf 189.000 im Jahr 2016 gestiegen. Die Anzahl der Opernpremieren sei dauerhaft von vier auf fünf erhöht worden. Die Finanzierung über Drittmittel habe das dem kommunalen Eigenbetrieb ermöglicht.

Als künstlerischen Meilenstein würdigte der Stadtrat den „Ring“-Zyklus von Richard Wagner. In der laufenden Saison seien rund 35 Prozent der Besucher aus dem Ausland für dieses musikalische Ereignis angereist, 45 Prozent der Gäste kamen aus ganz Deutschland. Unter Schirmer sei außerdem die Musikalische Komödie in Lindenau personell und organisatorisch für die Zukunft aufgestellt worden. Mit einem Angebot aus Operette, Musical und Musiktheater für Kinder sei das Haus ein Theater für alle Generationen.

Röckrath bleibt am Gewandhaus

Gereon Röckrath, Verwaltungsdirektor des Gewandhauses. Quelle: André Kempner

Und eine weitere Kultur-Personalie passierte die Ratsversammlung: Gereon Röckrath bleibt Verwaltungsdirektor am Leipziger Gewandhaus. Sein Vertrag, der ursprünglich bis Februar 2019 angelegt war, wird bis zum Juli 2024 verlängert.

Röckrath stehe für Transparenz und Verhandlungsgeschick, zeichne sich außerdem durch ein hohes Verständnis der künstlerischen Anforderungen des Kulturbetriebs aus. Als Zweiter Betriebsleiter ist Röckrath für die Wirtschaftsplanung des Eigenbetriebs verantwortlich. In den Geschäftsjahren 2015 und 2016 habe das Haus „positive operative Jahresergebnisse in Höhe von 708.000 Euro beziehungsweise 596.000 Euro erzielt.

Von Evelyn ter Vehn

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