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Umstrittener Skalp: Karl-May-Museum und Indianer streiten um Kopfschwarte

Umstrittener Skalp: Karl-May-Museum und Indianer streiten um Kopfschwarte

Im Streit des Radebeuler Karl-May-Museums und nordamerikanischen Indianern um ein Skalp wollen die Sachsen den Ureinwohnern nun einen konkreten Vorschlag zur Forschung machen.

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Der Skalp (rechts im Bild) ist Teil der Ausstellung im Karl-May-Museum in Radebeul. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Radebeul. „Bis Ende August erhalten die Indianer Post von uns“, sagte der Kustos des Museums, Hans Grunert. Der Vorstand habe diese Woche einem Plan zur Erforschung der Herkunft des umstrittenen Haarteils in den nächsten Monaten zugestimmt.

Sowohl in Radebeul als auch in den USA soll Provenienz-Forschung betrieben werden. Auch Forschungsgelder sollen dafür beantragt werden. Der Vorschlag gehe den Indianern vom Ojibwa-Stamm in den nächsten Tagen zu, hieß es. Im März hatten Indianer des Stammes in einem Brief einen Haarschopf zurückgefordert, der sich seit mehr als 80 Jahren im Besitz des Karl-May-Museums befindet. Das Museum hatte zunächst erklärt, den betroffenen Skalp wegen unklarer Herkunft behalten zu wollen. Nun soll die Herausgabe aber von den Ergebnissen der Forschung abhängig gemacht werden.

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt - selbst die „New York Times“ hatte berichtet. Über den genauen Inhalt des Briefs mit dem Forschungsplan sagte das Museum nichts. „Darüber wollen wir zuerst mit den Indianern reden“, erklärte Grunert. Es handele sich schließlich um ein gemeinsames Forschungsprojekt. Drei Monate sei an dem Plan gearbeitet worden.

Im Juni hatten sich beide Seiten darauf auf dem Karl-May-Fest geeinigt und einen „Letter of understanding“ unterzeichnet. Seither gebe es einen „regelmäßigen und freundlichen Austausch“. Insgesamt besitzt das Radebeuler Museum mehr als ein Dutzend Skalpe, die allerdings nicht mehr in der Ausstellung zu sehen sind. „Wir zeigen nur noch Attrappen“, so Grunert.

dpa

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