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Kultur Unübersichtliche Mörder-Jagd: "Arne Dahl: Tiefer Schmerz" im ZDF
Nachrichten Kultur Unübersichtliche Mörder-Jagd: "Arne Dahl: Tiefer Schmerz" im ZDF
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22:59 01.03.2015

Auch wenn die Verfilmung einiges gekappt und anderes verknappt hat, es bleibt ein Geflecht aus zwei Fällen, die nur mühsam und mit Arabesken ineinander fließen.

Aber dieser Erzählweise huldigt Arne Dahl ja in allen zehn A-Gruppe-Bänden. Es geht um einen nach Nazi-Methoden auf dem jüdischen Friedhof ermordeten Hirnforscher, der sich später als abgetauchter SS-Wissenschaftler entpuppt, um eine jüdische, russische Prostituierte und ihre Schwester, einen von Vielfraßen übel zugerichteten Zuhälter, einen brutalen Killer und einen 91-jährigen Banker mit Nazi-Vergangenheit.

Das war nicht nur unübersichtlich und gelegentlich sehr didaktisch, das war in den Actionszenen amateurhaft inszeniert. So blieb diese Arne-Dahl-Adaption den Beweis schuldig, dass Arne Dahl verfilmbar ist. Es fehlten Charaktere, Atmosphäre und Spannung. Also das Salz in der Krimi-Suppe. Nur düstere Bilder genügen eben nicht.

Sonntag, 22Uhr, ZDF

Norbert Wehrstedt

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Man muss schon verdammt gut aufpassen, um nicht ganz rasch den Zusammenhang zu verlieren. Schlichtweg zu verschachtelt ist der vierte Krimi von Arne Dahl um die Stockholmer A-Gruppe.

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Als sie 1988 die DDR verließ und in den Westen ging, gefiel ihr dort, „dass an meinen Texte vor allem die Sprache geschätzt wurde". In der DDR zählte mehr die gesellschaftspolitische Aussage.

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