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Kultur Von Leipzig nach Hollywood: Preisträger des Dok-Festivals sind künftig für Oscar nominiert
Nachrichten Kultur Von Leipzig nach Hollywood: Preisträger des Dok-Festivals sind künftig für Oscar nominiert
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15:08 29.04.2014
Claas Danielsen leitet seit 2004 das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm. Quelle: dpa
Leipzig

Die Academy, die den Oscar jährlich in Los Angeles vergibt, habe Dok Leipzig zum Qualifizierungs-Festival für die Kategorie kurze Dokumentarfilme ernannt, teilten die Dok-Filmwochen am Dienstag mit. Damit sei der Gewinner der Goldenen Taube in dieser Kategorie automatisch für den Wettbewerb um den Oskar qualifiziert.

„Das heißt, wir als Festival melden den Siegerfilm bei der Academy, die den formal prüft, ob sie den Film auf die Nominierungsliste setzen kann“, erläuterte Festivaldirektor Claas Danielsen. Zuvor werde nur noch geprüft, ob der Film die formalen Anforderungen, wie etwa die maximale Länge von 40 Minuten, erfüllt. Der eigentlich erforderliche Verleih des Films im Großraum Los Angeles oder Manhattan entfalle dadurch. Dok Leipzig gehört den Angaben zufolge zu insgesamt 13 Filmfestivals außerhalb der USA, über die Preisträgerfilme in die Oscar-Kategorie gelangen können. Erst vor gut zwei Monaten hätte das Dok-Festival sich bei der Academy beworben, erklärte Danielsen gegenüber LVZ-Online.

Wann der erste Leipziger Preisträger dann um die goldene Trophäe konkurriert ist noch nicht klar. „Nach der Auszeichnung in Leipzig bleiben 30 Tage Zeit, um sich in Hollywood zu bewerben.“ Spätestens bis zum 2. Dezember müssten die Beiträge vom 57. Leipziger Dok-Fest (27. Oktober bis 2. November 2014) bei der Academy of Motion Arts and Sciences – so der vollständige Titel – eingereicht werden. „Ob auch noch Beiträge vom vergangenen Festival nominiert werden können, steht noch nicht fest“, so Danielsen.

„Der Status als Qualifizierungs-Festival wertet Dok Leipzig natürlich auf“, so der Direktor der Leipziger Filmschau. „Wir hoffen, dass so mehr europäische Filme ihren Weg nach Hollywood finden.“ Und natürlich sei der neue Status auch ein weiteres Argument für das Leipziger Festival. „Wir erwarten noch mehr Zuspruch durch die Filmemacher.“

Danielsen, der Dok Leipzig nach zehn Jahren an der Spitze zum kommenden Jahr verlässt, sieht die Filmtage auf einem guten Weg: „Ich freue mich natürlich über die Anerkennung seitens Hollywoods, aber unsere Aufbauarbeit geht weiter.“ Noch sucht das Festival einen Nachfolger für den scheidenden Direktor: „Noch sind wir in der Bewerbungsphase, in der zweiten Jahreshälfte wird die Stadt Leipzig hoffentlich über die Besetzung entscheiden.“

dpa/joka

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