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Kultur Vorerst letzte Spielzeit bei den Cammerspielen in Leipzig – Zukunft des Theaters ungewiss
Nachrichten Kultur Vorerst letzte Spielzeit bei den Cammerspielen in Leipzig – Zukunft des Theaters ungewiss
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22:39 14.02.2012
Kulturfabrik beim Werk II in Leipzig. (Archivfoto) Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Ab Herbst dieses Jahres werde es deshalb keine Veranstaltungen mehr in dem Haus am Connewitzer Kreuz geben.

Nach Angaben von Sophie Krell, Vorstandsmitglied und Projektmanagerin der Cammerspiele, erhält das Theater zwar die gleiche Fördersumme wie in den vergangenen Jahren. Allerdings fielen zwei 30-Stunden-Stellen weg. In den vergangenen drei Jahren waren zwei Mitarbeiter auf Grundlage des Kommunal-Kombi-Modells beschäftigt. Da dieses Programm des Bundes ausgelaufen ist und es keinen Ersatz gibt, hatte der Verein bei der Stadt eine Förderung der beiden Stellen beantragt. Diese wurde abgelehnt.

Das stellt die Cammerspiele vor strukturelle Probleme, da die beiden Mitarbeiter besonders für die Organisation der täglichen Abläufe zuständig waren. „Die Stadt stellt Fördermittel für Projekte bereit, aber die Kosten für das Haus selbst können wir nicht allein decken“, sagt Krell. Seit der Eröffnung im Jahr 2000 habe es keine festen Strukturen gegeben, da auch die übrigen Mitarbeiter auf ehrenamtlicher oder Honorarbasis tätig sind.

Sie hoffe darauf, zusammen mit der Stadt eine langfristige Lösung für dieses Problem zu finden, um den Betrieb im kommenden Jahr weiterzuführen. „So wie bisher geht es nicht weiter“, meint Krell. Ein Ansatz könnte eine Kooperation mit den übrigen vier Vereinen auf dem Gelände der Kulturfabrik am Connewitzer Kreuz sein. „Wenn wir mit Werk II, Halle 5 und Frauenkultur zusammenarbeiten würden, könnten wir Synergien nutzen und den Standort stärken“, so die Projektmanagerin. Dazu müsste mit der Stadt ein Betreiberkonzept erstellt werden.

Der Verein Cammerspiele Leipzig sieht sich als Sprungbrett in die Professionalität für Theaterschaffende. In der aktuellen Spielzeit sind 15 Inszenierungen zu sehen, darunter elf Premieren. Vermehrt werde das Theater auch als Gastspielstätte für externe Produktionen angefragt, sagt Krell.

Robert Berlin

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