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Vorwurf Steuerhinterziehung: Dirigent Fabio Luisi soll 180.000 Euro Strafe zahlen

Vorwurf Steuerhinterziehung: Dirigent Fabio Luisi soll 180.000 Euro Strafe zahlen

Fabio Luisi, langjähriger Chefdirigent des MDR-Sinfonieorchesters mit Sitz in Leipzig, ist ins Visier der Justiz geraten: Das Amtsgericht erließ gegen den 55-Jährigen, der in New York wohnt, einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung.

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Fabio Luisi

Quelle: Ralf Hirschberger dpa

Leipzig. Der Italiener sollte eine Sanktion in Höhe von 180 000 Euro zahlen. Dagegen legte er Einspruch ein.

Dem Musiker wird laut Amtsgerichtssprecher Mathias Winderlich vorgeworfen, in seinen Einkommenssteuererklärungen für 2002 bis 2004 auch Reise- und Übernachtungskosten als Werbekosten angegeben zu haben, "obwohl sie gar nicht angefallen sind". Die Steuerhinterziehung belaufe sich auf 29 000 Euro. Winderlich zufolge hätten sich die Angaben auf Luisis Beschäftigung beim MDR sowie für 2004 zudem noch auf seine Tätigkeit für die Leipziger Hochschule für Musik und Theater sowie die Staatskapelle Berlin bezogen.

Der Strafbefehl stammt vom Januar 2013. Aufgrund des Einspruchs sollte gestern am Amtsgericht verhandelt werden, der Prozess wurde jedoch kurzfristig abgesetzt. "Der Verteidiger hat ein außergerichtliches Gespräch mit den Ermittlungsbehörden, also dem Finanzamt und der Staatsanwaltschaft, gesucht. Einen neuen Prozesstermin gibt es noch nicht", sagte Winderlich. Er geht davon aus, dass das Verfahren erst jetzt in Gang kam, weil Fälle mit wesentlich höherem Steuerschaden Vorrang haben. Der Strafbefehl beläuft sich auf 150 Tagessätze à 1200 Euro, wobei die letztgenannte Zahl nach der Höhe des Einkommens berechnet wird.

Luisi war von 1998 bis 2007 Chefdirigent des MDR-Sinfonieorchesters; jetzt ist er Chefdirigent der Oper Zürich und ständiger Gastdirigent in New York.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2014

Sabine Kreuz

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