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16:47 02.11.2016
In den vergangenen drei Jahren waren 800.000 Zuschauer bei Lindenbergs Konzerten. Der Rocker will sensibilisieren. Quelle: dpa
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Düsseldorf

„Wenn von Helene Fischer auch mal ein Statement käme gegen Rechtspopulismus“, sagte der 70-Jährige im Interview mit der „Rheinischen Post“.

„Aber es gibt viele, die äußern sich prinzipiell gar nicht, die sagen, wir sind reine Entertainer, wir machen nur Unterhaltung nach dem Motto: Mach dir ein paar schöne Stunden, geh ins Kino, vergiss die Welt da draußen“, bedauerte der Sänger.

Lindenberg will sensibilisieren

Lindenberg gibt zu, dass er oft daran zweifelt, ob er genug gegen rechte Gesinnungen tut. „Manchmal frage ich mich schon, ob das auch genug bringt, zum Beispiel politisch. Können wir wirklich genug bewirken, von Dylan über Belafonte bis Rock gegen Rechts, als Sänger, als Öffentlichkeitsjongleure? Müssen wir mehr auf die Straße gehen?“

Dabei ist er sich aber durchaus bewusst, bereits viele Menschen zu erreichen. „In den vergangenen drei Jahren waren 800.000 Menschen bei unseren Konzerten, die können wir sensibilisieren, das ist auch innenpolitische Arbeit.“

Udo Lindenberg bei seiner „Panikparty“-Tour in Berlin. Hier erreicht er seine Fans mit politischen Parolen. Quelle: dpa

Auszeichnung für Einsatz gegen Rassismus

Der Altrocker lobte andere deutsche Musiker und Bands, „die Haltung zeigten“. „Grönemeyer zum Beispiel, BAP, Niedecken, die Toten Hosen, Jan Delay, Clueso“, zählte Lindenberg auf.

Der gebürtige Gronauer wird am 5. Dezember auch wegen seines Engagements gegen Rassismus und für Toleranz zum „Düsseldorfer des Jahres“ gekürt.

Von epd/RND/fw

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