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Kultur Weimarer Kunstfest fehlt Geld - Intendantin Nike Wagner schlägt Alarm
Nachrichten Kultur Weimarer Kunstfest fehlt Geld - Intendantin Nike Wagner schlägt Alarm
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17:47 20.02.2012
Kunstfest-Intendantin Nike Wagner hatte auf die Probleme in einem Schreiben an Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) aufmerksam gemacht. Quelle: dpa
Erfurt/Weimar

Kunstfest-Intendantin Nike Wagner hatte auf die Probleme in einem Schreiben an Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) aufmerksam gemacht. In dem Brief, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, heißt es: „Es brennt.“

Die vom Finanzminister erlassene Bewirtschaftungsreserve bedrohe das Kunstfest „existenziell und unmittelbar“. Sollte keine Lösung gefunden werden, sehe sie sich nicht in der Lage, die künstlerische Verantwortung für das Kunstfest weiter zu tragen, erklärte Wagner.

Es geht darum, dass von den 650 000 Euro Landeszahlungen 130 000 Euro derzeit gesperrt sind. Weitere 650 000 Euro kommen nach Angaben des Kultusministeriums vom Bund. Das 1990 zur deutschen Wiedervereinigung gegründete Kunstfest hatte im Sommer 2011, als rund 22 000 Besucher zu 38 Veranstaltungen kamen, noch einen Etat von 1,8 Millionen Euro. In diesem Jahr muss das Festival ohnehin mit weniger Geld auskommen, weil ein Teil der Bundesförderung turnusmäßig ausläuft.

„Ohne die sofortige Aufhebung der Bewirtschaftungsreserve müssen wir eine Absagewelle für zentrale Kunstfest-Projekte in Gang setzen“, heißt es in dem Schreiben von Wagner an die Regierungschefin. Viele Hundert Karten seien bereits verkauft, Verträge mit Künstlern, Ensembles, Orchestern und Agenturen unterzeichnet. Wagner sieht durch die Sparaktion das Image von Weimar und Thüringen gefährdet.

Zudem könne die Entscheidung, Gelder als Reserve zu sperren, die Kunstfest Weimar GmbH in wenigen Monaten in die Insolvenz treiben, mahnte Wagner. Das Festival in diesem und dem kommenden Jahr stehe damit auf der Kippe. Sie bat Lieberknecht, eine Aufhebung der Bewirtschaftungsreserve spätestens bis Ende Februar zu erwirken.

Laut Kultusministerium können Gelder für das Kunstfest nicht aus anderen Töpfen nachgeschossen werden. „Wir können nichts umschichten“, sagte ein Sprecher. Es gehe dabei um die ohnehin begrenzten Mittel für Projektförderung. Der Ministeriumssprecher verwies darauf, dass auch auf Drängen von Kultusminister Christoph Matschie in der CDU/SPD-Regierung über eine Aufhebung der Bewirtschaftungsreserve gesprochen wird. Weitere Gespräche im Kabinett seien in dieser Woche vorgesehen.

Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) hatte die Reserve mit den deutlich eingetrübten Wachstumsprognosen und damit verbundenen geringeren Steuereinnahmen begründet.

dpa

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