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Nachrichten Medien Zwölf frische Folgen für „Babylon Berlin“
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15:36 26.11.2018
Die Zuschauer wollen mehr, der Tanz auf dem Vulkan geht weiter: Volker Bruch als Gereon Rath in der Erfolgsserie „Babylon Berlin“ Quelle: dpa
Berlin

„Wie eine ständig wachsende Krake“, sei so eine Serie, sagt Tom Tykwer – „wie ein riesiger Organismus, der dich mit seinen Tentakeln umfängt“. Der Regisseur steht in einem historischen Berliner Chemie-Hörsaal von 1883.

Die Dreharbeiten für die dritte Staffel haben begonnen

Das „Monster“, von dem er spricht, dieser TV-Oktopus, der 700 Mitarbeiter beschäftigt, ist eine globale Erfolgsgeschichte: In mehr als 100 Länder haben die Produktionsfirmen X Filme und Beta sowie der Pay-TV-Konzern Sky und die ARD die koproduzierte Serie „Babylon Berlin“ bereits verkauft. Die ARD verzeichnete zehn Millionen Mediathekenabrufe.

Nun haben die Dreharbeiten für Staffel drei begonnen, und Tykwer sucht nach großen Worten, auch wenn Werben seine Sache nie war. „Es wird noch überbordender“, verspricht er schließlich. „Der Vulkan spuckt immer etwas Neues aus.“

Diesmal gibt es mehr: Zwölf neue Folgen von „Babylon Berlin

Der Vulkan. Kein schlechtes Bild für eine Serie, die weltweit Begeisterung ausgelöst hat. Die Reaktionen seien „schon okay“, scherzt Tykwer. Bis Mai 2019 drehen er und seine Regiekollegen Henk Handloegten und Achim von Borries in Berlin und Nordrhein-Westfalen nun zwölf neue 45-Minuten-Folgen für Staffel drei. Die ersten beiden Staffeln hatten je acht Episoden. Die neuen Folgen werden Ende 2019 bei Sky und im Herbst 2020 dann in der ARD zu sehen sein.

Volker Bruch und Liv Lisa Fries kehren als Kommissar Gereon Rath und Kommissarsanwärterin Charlotte Ritter zurück, ebenso Lars Eidinger, Hannah Herzsprung, Thomas Thieme, Benno Fürmann, Fritzi Haberland und Leonie Benesch. Nicht mehr dabei ist – nach dem Serientod seiner Figur – Peter Kurth.

Neu dabei sind dafür gleich mehrere deutsche Stars, darunter Meret Becker, Ronald Zehrfeld, Martin Wuttke, Saskia Rosendahl und Caro Cult. In welchen Rollen sie auftauchen – schwer geheim. Staffel drei basiert auf dem zweiten Gereon-Rath-Roman aus der Feder von Volker Kutscher, „Der stumme Tod“.

Tykwer: „Man wird das Aufkommen des Nationalsozialismus spüren“

Wieder sollen Buchvorlage, präzise historische Wahrheit und Filmphantasie zu einem reizvollen Amalgam verschmelzen. Es werde inhaltlich unter anderem um den Börsencrash von 1929 gehen, sagt Tykwer, außerdem um die Filmwelt der Zwanzigerjahre, das Aufkommen des Tonfilms und die kriminalistischen Karrieren von Rath und Ritter, die nun als Team im Polizeipräsidium arbeiten, der „Roten Burg“. „Und man wird das Aufkommen des Nationalsozialismus deutlicher spüren.“

Es bleibt ein für deutsche Verhältnisse teures Vergnügen: Rund 2,4 Millionen Euro kostet jede Folge.

Von Imre Grimm / RND

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