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Die neue Netflix-Produktion „Sense8“ ist eine Episodenserie der „Matrix“-Macher

Acht Protagonisten Die neue Netflix-Produktion „Sense8“ ist eine Episodenserie der „Matrix“-Macher

Nomi Marks (Jamie Clayton) genießt mit ihrer hübschen Freundin das hippiehafte Leben der Queercommunity in San Francisco. Lito (Miguel Ángel Silvestre) ist ein Latin-Lover-Filmstar in Mexico City, seine wahre Identität muss er vor den Paparazzi geheim halten.

"Sense8": Eine Serie, viele Geschichten.

Quelle: Murray Close/Netflix

Hannover. Nomi Marks (Jamie Clayton) genießt mit ihrer hübschen Freundin das hippiehafte Leben der Queercommunity in San Francisco. Lito (Miguel Ángel Silvestre) ist ein Latin-Lover-Filmstar in Mexico City, seine wahre Identität muss er vor den Paparazzi geheim halten.

Kala (Miguel Desai) studiert Pharmazie in Mumbai und steht kurz davor, ihren charmanten Chef zu heiraten. Eltern und Freunde halten das für eine Traumpartie, doch sie ist nicht verliebt. Acht solcher Geschichten von Menschen zwischen 25 und 30 Jahren, die auf verschiedenen Kontinenten leben, haben die Produzenten der „Matrix“-Trilogie, Andy and Lana Wachowski, in der neuen Serie „Sense8“ miteinander verwoben. Am Freitag läuft sie beim Bezahlsender Netflix an.

Die episodenhafte Dramaturgie erinnert an den Film „Cloud Atlas“ (2012), bei dem die Wachowski-Geschwister ebenfalls bereits mit dem deutschen Regisseur Tom Tykwer zusammenarbeiteten, der die in Berlin spielenden Szenen von „Sense8“ teilweise im Studio Babelsberg drehte. Auch der Drehbuchautor von „Thor“ und „World War Z“, J. Michael Straczynski, hat zu diesem komplexen Werk beigetragen.

In der ersten Episode wirkt das Gemisch aus verschiedenen Orten und Rückblenden ins Kindesalter einiger Figuren zunächst verwirrend. Wenn der Zuschauer sich aber erst einmal einen Überblick verschafft hat, wird er hineingesogen in diesen Kosmos und möchte die dunklen Geheimnisse ergründen, die in der Vergangenheit der Helden lauern. Sie alle sind durch eine Anomalie im Gehirn telepathisch miteinander verbunden. Der Serientitel spielt auf den englischen Begriff „sensate“ für „bewusst/ sinnlich (wahrgenommen)“ an.

Die acht Protagonisten entwickeln ein Gespür für die Leben der anderen: Wenn Nomi Sex hat, wird Lito plötzlich wuschig, wenn Kala ein Bollywood- Fest feiert, bekommt der Chicagoer Polizist Will Gorski (Brian J. Smith) unvermittelt Heißhunger auf indisches Essen. Die weiteren Charaktere sind die D-Jane Riley (Tuppence Middleton), die von Island nach London kam, der Berliner Tresorknacker Wolfgang (der deutsche Schauspieler Max Riemelt ist aus dem Film „Die Welle“ bekannt), die Seouler Karatekämpferin und Businessfrau Sun (Bae Doona) und Capheus (Aml Ameen), ein Busfahrer aus Nairobi, der seiner an Aids erkrankten Mutter beistehen will. Alltagsleben in Afrika und Asien sieht man nur selten im westlichen Mainstreamfilm.

Den Wachowski-Geschwistern gelingt es, die verschiedenen Kulturen in stimmungsvollen und authentisch wirkenden Szenen einzufangen, ohne dabei ins Klischee abzudriften. Anders als viele andere Science- Fiction-Serien verhandelt „Sense8“ auch Aspekte von Religion, Rasse, Gender, Identität und Sexualität. Zwei Figuren verbinden die acht Handlungsstränge: Die engelhafte Angel (Daryl Hannah, „Kill Bill“) erscheint allen Protagonisten und aktiviert die Verbindung unter ihnen. Der mit übernatürlichen Kräften ausgestattete Jonas („Lost“-Star Naveen Andrews) versucht die acht zu beeinflussen. Die Rollen der beiden werden erst im Laufe der Staffel erklärt, was zur Spannung beiträgt.

Das Leipziger MDR Sinfonieorchester hat – wie schon bei „Cloud Atlas“ – den ätherischen Soundtrack eingespielt. „Sense8“ vereint Elemente aus Mysteryformaten, Filmdrama, Abenteuerkino sowie Arte-Multikultisendungen und wartet mit einer beeindruckenden Liste von Regie- und Schauspielstars auf. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Bezahlsender dem Kino das Wasser abgraben. Die Serie symbolisiert geradezu den globalen Anspruch von Netflix.

Nina May

„Sense8“ | Netflix
Mysteryserie mit Starbesetzung
ab Freitag

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