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Medien Eklat bei Tanzshow mit Ryan Lochte
Nachrichten Medien Eklat bei Tanzshow mit Ryan Lochte
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08:02 13.09.2016
US-Schwimmer Ryan Lochte tanzt in „Dancing with the Stars“ (li.) – doch dann stören Demonstranten den Auftritt. Quelle: DwtS/Twitter/Screenshot
Los Angeles

Mehrere Demonstranten haben nach einem Auftritt von US-Schwimmstar Ryan Lochte (32) die TV-Show „Dancing with the Stars“ gestört.

Als die Jury der Tanz-Show gerade den ersten Auftritt des Schwimmstars, der bei Olympia 2016 mit einem erfundenen Überfall für Aufsehen gesorgt hatte, bewerten wollte, liefen zwei Männer in Anti-Lochte-Shirts auf den Schwimmer zu.

„Lügner-Rufe“ sind zu hören

Bevor sie ihn erreichen konnten, stürmen Sicherheitskräfte dazwischen. Ein Mann wird niedergerungen, ein anderer lässt sich zuerst abführen. wie auf diversen Videos in den sozialen Netzwerken zu erkennen ist.

Auf den TV-Bildern ist eine sichtlich verwirrte Jurorin zu sehen. Im Hintergrund hört man vereinzelt Männerstimmen, die „liar“ (Lügner) und andere Dinge rufen. Nach wenigen Sekunden unterbricht der Moderator die Show für eine Werbepause. „Wir holen einmal tief Luft und sind gleich zurück“ sagt er.

Laut US-Medien wurden die beiden Störer der Polizei übergeben. Ein Polizeisprecher betonte, dass niemand verletzt wurde.

Es blieb allerdings nicht nur bei diesem Zwischenfall rund um den Lochte-Auftritt: Andere Zuschauer hatten ebenfalls Protest-Shirts angehabt. Sie wurden aus dem Studio verwiesen, wie andere Studiogäste bestätigten und wie in Videos zu sehen ist. Anschließend wurde die Show fortgesetzt.

Lochte: „Es geht mir nicht so gut“

Lochte kommentierte den Vorfall nur indirekt. „Mir geht gerade viel durch den Kopf“, sagte er. „Es geht mir nicht so gut.“

Ryan Lochte hatte am Rande der Olympischen Spiele für einen Skandal gesorgt, als er gemeinsam mit anderen US-Schwimmern behauptete, ausgeraubt worden zu sein. Bilder von Überwachungskameras bewiesen jedoch, dass er gelogen hatte. Der US-Schwimmverband schloss Lochte daraufhin von allen Wettbewerben bis Ende 2017 aus.

Von dpa/RND/zys

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