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Kanzlerin als Kinostar: Geplantes Film-Porträt über Angela Merkel stößt auf massive Kritik

Kanzlerin als Kinostar: Geplantes Film-Porträt über Angela Merkel stößt auf massive Kritik

Mit ätzender Kritik hat die Bundestagsopposition auf das jüngste Filmprojekt über Angela Merkel reagiert, das für das Bundestagswahljahr 2017 geplant ist. Die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, sagte der Leipziger Volkszeitung: „Ein Kinofilm als Raute 2.0? Personenkult gehört eigentlich in weniger demokratische Staaten.

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Vom Kabinettstisch auf die Kinoleinwand? Für 2017 ist ein filmisches Porträt über Kanzlerin Angela Merkel geplant.

Quelle: dpa

Leipzig. “ Sie stelle sich die Frage, was als nächstes komme. „Soll die Kanzlerin 2017 als erste protestantische Frau vom Papst heiliggesprochen und die Olympischen Spiele von Hamburg nach Templin verlegt werden?“

Die Produktionsfirma AVE hatte am Dienstag für das Wahljahr 2017 auf Basis eines Drehbuchs von „Spiegel“-Journalist Dirk Kurbjuweit eine internationale Koproduktion mit internationaler Besetzung über das Leben der bisweilen als „alternativlos“ gehandelten CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Merkel (60) angekündigt. AVE produzierte unter anderem für das Fernsehen das ARD-Dokudrama „Meine Tochter Anne Frank“, das noch in Amsterdam gedreht wird.

Merkel-Besetzung noch offen

Es werde Zeit, die charmante und weltweit bekannte Person Merkels einem Weltpublikum vorzustellen, hatte der Geschäftsführer der AVE-Gesellschaft für Fernsehproduktion, Walid Nakschbandi, angekündigt. Wer in die Kinorolle von Merkel schlüpfen soll, sei noch nicht entschieden.

Kurbjuweit, der bereits 2009 und 2014 die Bücher „Angela Merkel“ und „Alternativlos“ über die Kanzlerin veröffentlichte, wolle seinen Blick auf den Menschen Merkel und auf eine Kanzlerin richten, die mit den Medien umzugehen weiß und ihre Macht über ein Jahrzehnt erhalten hat. „Ich verfolge Merkels politischen Weg seit vielen Jahren, kritisch, aber immer gebannt“, sagte der Autor. „Sie ist die spannendste Politikerin unserer Zeit.“

Auch von der Linkspartei ernteten die Pläne Kritik. Dietmar Bartsch, stellvertretender Bundestagsfraktionschef und ostdeutscher Landsmann von Merkel und Göring-Eckardt sagte der LVZ: „Da kann die Union doch gleich die Hälfte ihres Wahlkampfetats für die Bundestagswahl 2017 auf die hohe Kante legen. Fehlt nur noch, dass ARD und ZDF den Film dann im Wahljahr zur Primetime ins Programm nehmen.“ Angela Merkel habe „wie ich genug ungute Erfahrungen mit Personenkult gemacht“, ergänzt Bartsch. „Das sollte eigentlich für ein Leben reichen.“

Dieter Wonka

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