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Medien Kinder von Günther Jauch scheitern vor Gericht
Nachrichten Medien Kinder von Günther Jauch scheitern vor Gericht
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11:43 08.09.2016
Medien dürfen weiter über die Adoptivtöchter von Günther Jauch und seiner Ehefrau Thea berichten. Quelle: dpa
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Karlsruhe

Die Adoptivkinder des Fernsehmoderators Günther Jauch (60) dürfen in den Medien mit Namen und Alter genannt werden. Das entschied das Bundesverfassungsgericht und nahm damit eine Verfassungsbeschwerde der beiden minderjährigen Töchter nicht zur Entscheidung an. Das Gericht erklärte am Donnerstag in Karlsruhe zur Begründung, diese Information sei bereits in mehreren, nicht beanstandeten Artikeln veröffentlicht worden. (AZ: 1 BvR 335/14)

Anlass des Ausgangsverfahrens war ein Bericht der zum Burda-Verlag gehörenden Zeitschrift „Viel Spaß“ vom März 2011. Darin wurde darauf verwiesen, dass sich Jauchs Ehefrau Thea um die vier Kinder kümmere - zwei leibliche und zwei adoptierte Töchter.

Informationen waren bereits seit Jahren bekannt

Jauch und seine Ehefrau Thea hatten die Mädchen 1997 und 2000 aus einem sibirischen Waisenhaus adoptiert. Viele Medien berichteten darüber, auch im Internet. 2011 erwähnten mehrere Zeitschriften in Artikeln über Jauch mit einem Satz die Adoptivtöchter und nannten Vornamen und Alter. Die Mädchen sahen sich in ihrem Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt und klagten - ohne Erfolg.

Die Verfassungsrichter begründen ihre Entscheidung damit, dass die Informationen bereits in der Welt waren und damals nicht beanstandet worden waren. Die erneute Veröffentlichung wiege weniger schwer. Zwar seien Kinder insbesondere prominenter Eltern besonders schutzbedürftig. Hier sei aber nicht erkennbar, wieso die Berichte das Leben der Mädchen beeinträchtigen sollten, zumal keine Fotos gezeigt wurden. Die Jauchs haben noch zwei ältere leibliche Töchter.

Von epd/dpa/RND

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