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10 Tipps, wie Ihr Smartphone-Akku länger hält

Energiesparen 10 Tipps, wie Ihr Smartphone-Akku länger hält

Wer häufig telefoniert oder unterwegs im Internet surft, kennt die Angst davor, dass das Handy zu viel Energie verliert. Wenn keine Steckdose in Sicht ist oder das Kabel zuhause liegt, wird es brenzlich. Mit diesen 10 Tipps hält Ihr Smartphone länger durch.


Quelle: Getty Images/iStockphoto

Hannover. Mit jeder neuen Smartphone-Generation steigen die technischen Möglichkeiten. Die Rechenleistung nimmt zu, die Displays werden größer – und mit ihnen wächst auch der Stromverbrauch. Auch wenn die Akkuleistung sich in den vergangenen Jahren immer mehr verbessert hat, werden die Fortschritte durch die technische Leistungssteigerung fast wieder zunichtegemacht. Das bedeutet, die Laufzeit einer Akkuladung hat sich in den letzten Jahren kaum verbessert. Die Hersteller nutzen zwar alle Möglichkeiten aus, damit die Nutzer möglichst selten zum Ladekabel greifen müssen. Mit ein paar Tricks lassen sich aber noch ein paar Prozent mehr aus der Batterie herausholen. Das lohnt sich vor allem, wenn der Anzeigebalken sich bedrohlich dem roten Bereich nähert – geht meist aber auch auf Kosten des Bedienkomforts.

Auf die neueste Software aktualisieren: Updates von Apps oder dem Betriebssystem enthalten in der Regel auch Optimierungen, die helfen, Energie zu sparen. Es kann sich also lohnen, diese immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Stromfresser abstellen: Bluetooth und WLAN braucht unterwegs kaum jemand. Dabei sind beide intensive Stromverbraucher, weil sie ständig nach Verbindungen in der Umgebung suchen. Beim neuen iPhone-Betriebssystem iOS 11 ist es neuerdings nicht mehr möglich, WLAN und Bluetooth vollständig im Kontrollzentrum auszuschalten. Dort werden nur die aktiven Verbindungen getrennt. Zum Akkusparen müssen erst die Einstellungen angesteuert werden. Dort können sich die Nutzer auch den Akkuverbrauch anschauen.

Das WLAN sollte unterwegs ausgeschaltet werden

Das WLAN sollte unterwegs ausgeschaltet werden.

Quelle: dpa

Unter dem Menüpunkt Batterie sind die detaillierten Werte der vergangenen Tage zu finden. Bei einigen stromintensiven Apps kann es schon helfen, gelegentlich den Cache zu leeren, bei anderen hilft nur der Umstieg auf eine Alternativ-App. Unter dem Punkt Datenschutz lässt sich auch regeln, wann das GPS angeschaltet werden soll. Es empfiehlt sich, bei Apps, in denen der Standort wirklich benötigt wird, die Einstellung auf „Bei Verwendung“ zu setzen. Auch wer nicht darauf angewiesen ist, Mails in Echtzeit zu beantworten, sollte den E-Mail-Abruf auf manuell umstellen oder das Intervall auf mehrere Stunden verlängern. Wenn die Push-Nachrichten abgestellt werden, leuchtet außerdem nicht bei jeder Nachricht der Bildschirm auf.

Displaylicht dimmen: Der Bildschirm ist einer der größten Verbraucher im Telefon. Außer im direkten Sonnenlicht wird aber die volle Helligkeit gar nicht benötigt. Viele Telefone passen die Displayhelligkeit inzwischen automatisch an das Außenlicht an. Empfehlenswert ist, die die Zeit, bis der Bildschirm automatisch in den Sperrmodus geht, auf 30 Sekunden herunterzusetzen. Auch ein dunkler Hintergrund kann einiges bewirken. Animierte Bildschirmschoner oder Hintergrundbilder sollten ebenfalls ausgestellt werden.

WLAN statt LTE: Wo immer ein gutes WLAN zur Verfügung steht, sollte das auch genutzt werden. So bleibt nicht nur das mobile Datenvolumen unangetastet, sondern auch die Batterie hält deutlich länger, denn eine WLAN-Verbindung verbraucht weniger Strom als das Mobilfunknetz.

Flugmodus bei schwachem Netz: Im Funkloch bringt die Datenverbindung ohnehin nichts. Trotzdem sucht das Telefon ununterbrochen nach einem Signal, sendet und empfängt mit voller Stärke – und verbraucht Unmengen von Strom. Bei schwacher Netzabdeckung, etwa im Zug oder auf dem Land, hilft der Flugmodus, den Akku zu schonen. Das sollte auch berücksichtigen, wer das Telefon gerade ohnehin nicht benötigt, zum Beispiel beim Arzt oder in der Vorlesung.

Herunterladen statt streamen: Streamingdienste wie Spotify oder Netflix bieten auch die Funktion an, im WLAN Musik oder Filme für unterwegs herunterzuladen. Wer diese Möglichkeit nutzt, schont neben dem Datenvolumen auch die Batterie.

Bei Netflix und Spotify können Filme und Musik im WLAN geladen und unterwegs abgespielt werden

Bei Netflix und Spotify können Filme und Musik im WLAN geladen und unterwegs abgespielt werden.

Quelle: dpa

Apps „offen“ lassen: Sowohl Android als auch iOS können inaktive Apps inzwischen sehr gut managen. Die meisten „offenen“ Apps sind nur zwischengespeicherte Versionen, für die keine Energie benötigt wird. Diese zu schließen verbraucht nur Strom für den Bildschirm – und beim Neustarten muss erst alles wieder komplett geladen werden. Automatische Hintergrundaktualisierungen, Updates und Push-Benachrichtigungen können in den Einstellungen abgestellt werden. Sie versuchen sonst automatisch, die Inhalte von Apps aktuell zu halten, auch wenn diese gerade nicht geöffnet sind. Synchronisierungen der Apps im Hintergrund sollten soweit es geht abgestellt werden oder in größeren Abständen erfolgen.

Vibration ausschalten: Einige Smartphones vibrieren beim Tippen. Der kleine Motor, der dann summt, verbraucht einiges an Strom. Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte die Vibration ausgeschaltet werden. Das schont auch die Nerven der Bürokollegen.

Stromsparmodus einschalten: Sowohl iPhones als auch Android-Geräte stellen sich ab einem bestimmten Akkustand automatisch in diesen Modus. Das Abrufen von E-Mails, visuelle Effekte oder die automatische Aktualisierung von Apps im Hintergrund werden dann eingeschränkt, der Bildschirm wird abgedunkelt. Auf dem iPhone müssen Nutzer einfach nur zustimmen, wenn die Batteriewarnung bei 20 Prozent auf dem Screen erscheint. Android-Nutzer sollten in den Batterieeinstellungen sichergehen, dass der Energiesparmodus ab 15 Prozent Ladestand einsetzt. Zum Musikhören, Telefonieren und E-Mails-Abfragen reicht das allemal.

Gesprächsqualität einschränken: Wer als iPhone-Besitzer bei niedrigem Akkustand ein längeres Gespräch erwartet, kann die Qualität des Netzes senken, indem er den Half-Rate-Modus aktiviert. Dazu muss im Telefon *4720# gewählt werden.

Von Michael Zimmermann

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