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Netzwelt 148 Fäuste für ein Halleluja: „Super Smash Bros. Ultimate“ im Test
Nachrichten Medien Netzwelt 148 Fäuste für ein Halleluja: „Super Smash Bros. Ultimate“ im Test
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15:52 12.01.2019
„Super Smash Bros. Ultimate“ im Test Quelle: Hersteller
Leipzig

Markenpflege hat bei Nintendo eine lange Tradition: 1999 schickten die Japaner erstmals ihre zwölf berühmtesten Figuren – unter anderem Mario, Pikachu und Link – in die virtuelle Gladiatorenarena. Der Titel dieses großangelegten Mash-Ups: „Super Smash Bros“.

Dank einsteigerfreundlicher Bedienung und großer Vielfalt erarbeitete sich die Reihe schnell einen Platz in den Herzen der Fans und bald auch im E-Sport. Mit dem sechsten Ableger hat Nintendo allen Switch-Besitzern kurz vor Weihnachten das ultimative Geschenk beschert – nicht nur wegen des Untertitels „Ultimate“.

Quantitativ wird das Spiel seinem Namen jedenfalls mehr als gerecht. Die Kämpferriege ist inzwischen auf 74 Recken angewachsen, darunter finden sich neben den Altbekannten auch diverse Figuren anderer Entwickler wie Bayonetta, Mega Man und Sonic. Noch größer fällt der Umfang bei den 103 Arenen aus.

Detailverliebte Optik, die es gelegentlich mit Spezialeffekten übertreibt: Je mehr Spieler gegeneinander antreten, desto unübersichtlicher wird die Prügelei. Quelle: Hersteller

Und dann sind da auch noch die freischaltbaren „Geister“: Abzeichen, die Figuren aus allen nur erdenklichen Spielen abbilden und verschiedene Boni verleihen. Rund 1300 davon hält „Ultimate“ bereit. Mit Fug und Recht kann man sagen: Wer sich dieses Spiel kauft, bekommt das dickste Nintendo-Paket, das es zur Stunde gibt.

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Trotz dieses monströsen Umfangs bleibt die Nintendo-typische Qualität aber nicht auf der Strecke. Das Kampfgeschehen läuft so flüssig und präzise wie eh und je ab. Das ist auch bitter nötig, denn bei den „Smash Bros.“ gilt es, die Kontrahenten – bis zu acht treten gleichzeitig an – zu schwächen und anschließend aus der Arena zu werfen, weshalb man viel Zeit in der Luft verbringt. Agilität und Kontrolle sind deshalb das A und O.

Im Vergleich zu anderen Prügelspielen ist „Ultimate“ jedoch äußerst zugänglich, da das Steuerungsschema bei jedem Kämpfer gleich ausfällt. In Hinblick auf Angriffe, Größe und Agilität gibt es allerdings eklatante Unterschiede, sodass sich jede Figur anders anfühlt.

Für weitere Abwechslung sorgen Superangriffe, optionale Sonderregeln sowie zahlreiche Items wie Pokébälle oder Schwerter und auch andere Spielfiguren, die kurzzeitig Unterstützung leisten. Ebenfalls zahlreich sind die Spielmodi – der neueste ist der Abenteuermodus, der eine große Karte mit simplen Rätseln, dezenten Rollenspielelementen und gut 20 Stunden Spielzeit bietet

Altbekannte Helden wie Mario und Donkey Kong treffen (im wahrsten Sinne des Wortes) auf neue Gesichter: Die Kämpferriege ist inzwischen auf 74 Recken angewachsen Quelle: Hersteller

Das Komplettpaket wird abgerundet durch einen ausufernden Soundtrack mit 850 Songs und eine detailverliebte Optik, die es gelegentlich aber mit Spezialeffekten übertreibt: Das spaßige Chaos geht – insbesondere wenn acht Spieler antreten – förmlich in Explosionen und Rauchwolken unter.

Fazit: „Super Smash Bros. Ultimate“ macht seinem Namen alle Ehre: Es ist das ultimative Smash-, wenn nicht gar das ultimative Nintendo-Spiel. Die Entwickler klotzen sowohl mit ausuferndem Umfang als auch mit viel Feinschliff und hohem Detailgrad. Vor allem aber garantiert das Spielprinzip mit seiner intuitiven Mechanik, seinem Chaos-Faktor und diversen Anpassungsmöglichkeiten hunderte Stunden Spielspaß, ohne dass es langweilig wird. Ein Pflichttitel für jeden Switch-Besitzer.

Wertung und Infos

4,5 von 5 Punkten

Genre: Prügelspiel

Erscheinungsdatum: 7. Dezember 2018

Preis: ca. 55 Euro (hier bei Amazon kaufen)

Jugendfreigabe: ab 12 Jahren

Entwickler: Nintendo

Publisher: Nintendo

Website: www.smashbros.com

Das sollten Eltern über „Super Smash Bros. Ultimate“ wissen:

In „Super Smash Bros. Ultimate“ geben sich die Figuren nicht nur die Klinke in die Hand – es wird auch hemmungslos geprügelt, getreten und geschossen. Nintendo-typisch wird das niemals blutig oder explizit brutal, dennoch ist das zentrale Element des Spiels Gewalt. Zudem könnten jüngere Spieler von all den visuellen Effekten schnell überfordert sein – allerdings gilt dies auch für erfahrene Zocker. Die USK hat das Spiel ab 12 Jahren freigegeben.

Von Christian Neffe

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