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Netzwelt Aussage zu Sex mit 13-Jährigen: Yiannopoulos geht
Nachrichten Medien Netzwelt Aussage zu Sex mit 13-Jährigen: Yiannopoulos geht
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12:36 22.02.2017
Darling der Neuen Rechten: Milo Yiannopoulos bei seiner Pressekonferenz am 21. Februar. Quelle: dpa
New York

Der durch polarisierende Äußerungen bekannt gewordene Blogger Milo Yiannopoulos hat die rechte Online-Plattform „Breitbart“ verlassen. Dies teilte er während einer öffentlichen Entschuldigung am Dienstag mit. Anlass waren seine publik gewordenen, befürwortenden Kommentare über Sex von Männern mit minderjährigen Jungen. Er sei Opfer einer „Hexenjagd der zynischen Presse“ geworden, sagte er zugleich.

Yiannopoulos erklärte, als Jugendlicher sei er zwischen 13 und 16 Jahren Opfer von sexuellen Übergriffen durch zwei ältere Männer geworden. Dies habe ihn dazu veranlasst, zu glauben, er könne alles zu dem Thema sagen, „egal wie empörend“. „Aber ich verstehe, dass meine übliche Mischung aus britischem Sarkasmus, Provokation und Galgenhumor vielleicht als Leichtsinn und ein Mangel an Fürsorge für andere Opfer wahrgenommen werden können.“

Er gebe seinen Job bei „Breitbart“ ab, damit die wichtige Arbeit seiner Kollegen nicht weiter durch ihn behindert werde. Die zynischen Medien hätten Jagd auf ihn gemacht, ohne sich selbst um Kinder zu sorgen. Sie wollten vielmehr seine Karriere zerstören. Die Berichte über seine Kommentare, die in Videoclips im Internet auftauchten, seien „unfair“ und „fehlerhaft“ gewesen, weil der Kontext gefehlt habe.

Yiannopoulos inszenierte sich in der Vergangenheit stets als Held der Meinungsfreiheit. Nach eigener Aussage entschuldigte er sich am Dienstag zum ersten Mal überhaupt für Äußerungen. Der Profi-Provokateur hatte gesagt, „es handelt sich nicht um Pädophilie, wenn man sich sexuell zu einem geschlechtsreifen 13-Jährigen hingezogen fühlt. Pädophilie ist, wenn man sich von Kindern angezogen fühlt, die noch nicht in der Pubertät sind.“ Yiannopoulos ist ein Star der sogenannten Alt-Right-Bewegung, der neuen Rechten in Europa und Amerika.

Von RND/dpa