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Netzwelt BSI befürchtet Cyber-Angriffe zum Weltklima-Gipfel
Nachrichten Medien Netzwelt BSI befürchtet Cyber-Angriffe zum Weltklima-Gipfel
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11:46 19.10.2017
Noch hat das BSI keine konkreten Hinweise auf Hackerangriffe zum Weltklima-Gipfel. Doch das Institut spricht von einer erhöhten Gefahren-Lage. Quelle: dpa
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Bonn

Die Weltklimakonferenz Mitte November in Bonn könnte nach Einschätzung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) durch Cyber-Attacken gestört werden. „Es gibt zwar keine konkreten Hinweise auf bevorstehende Angriffe, aber wir haben eine erhöhte Gefährdungslage“, sagte ein BSI-Sprecher am Donnerstag. Darauf haben man den Veranstalter und indirekt Beteiligte in der Region hingewiesen.

Der BSI-Sprecher betonte, es sei durchaus denkbar, dass Aktivisten aus verschiedenen politischen Richtungen die Gelegenheit ausnutzten, den Ablauf der Konferenz zu stören. Denkbar sei auch ein Angriff auf die Webseiten der Beteiligten, um diese lahmzulegen oder dort Botschaften zu platzieren.

In dem Schreiben, das dem WDR vorliegt, nennt das BSI auch staatliche Stellen und Geheimdienste als mögliche Angriffsziele: „Angesichts der politisch und strategisch besonders schutzbedürftigen Informationen zu den bei der Weltklimakonferenz verhandelten Themen ist prinzipiell von einer erhöhten Bedrohungslage bezüglich Hacktivismus sowie staatlicher bzw. nachrichtendienstlicher Angriffe (...) auszugehen“, heißt es in dem Schreiben.

Auch lokale Unternehmen könnten ins Visier geraten

Mögliche Ziele seien demnach die Konferenz selbst aber auch die Deutsche Bahn, Nahverkehrsunternehmen der Region wie etwa die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sowie Mobilfunk- und Internet-Provider, wie die Deutsche Telekom. Potentiell betroffen wären durch sogenannte „Kollateralschäden“ auch Kunden dieser Unternehmen und andere Unbeteiligte: „Es ist durchaus wahrscheinlich, dass IT-Systeme mit inhaltlichem oder geografischem Bezug zur Weltklimakonferenz direkt oder durch Kollateralschäden nicht-gezielter Angriffe in der Fläche betroffen sind,“ schreibt das BSI in dem nichtöffentlichen Papier.

Zu der Konferenz vom 6. bis zum 17. November werden etwa 20 000 Delegierte, Journalisten und Beobachter in Bonn erwartet. Mit Fidschi hat erstmals ein kleiner Inselstaat die Präsidentschaft inne. Deutschland ist technischer Gastgeber.

Von dpa/RND

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