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Netzwelt Bayerns Justiz verkauft Bitcoins für 12 Millionen
Nachrichten Medien Netzwelt Bayerns Justiz verkauft Bitcoins für 12 Millionen
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15:32 29.05.2018
Kaufen oder verkaufen an der Bitcoin-Maschine: Mit dem Verkauf der Kryptowährung hat die bayerische Justiz mehr als 12 Millionen Euro eingenommen. Quelle: AP
Bamberg

Wenn die Polizei Banditen auf die Schliche kommt, kann sie alles Mögliche beschlagnahmen: Geld, Autos, Häuser – und inzwischen auch die ebenso begehrte wie umstrittene Kryptowährung Bitcoin.

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern hat unlängst einen Rekordfang gemacht: 1.312,49 Bitcoin, 1.399,04 Bitcoin Cash, 1.312,49 Bitcoin Gold und 220,81 sogenannte Ether stellten die Ermittler bei den Betreibern der Internetseite lul.to sicher. lul.to, die Abkürzung für Lesen und Lauschen, war ins Visier der Fahnder geraten, weil dort illegal mehr als 200.000 E-Books und Hörbücher angeboten wurden.

Das Verfahren gegen die zwei Hauptbeschuldigten von lul.to läuft noch, dennoch hat die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg verfügt: Das virtuelle Geld soll im Zuge einer sogenannten Notveräußerung versilbert werden. Das ist dann möglich, wenn beschlagnahmte Güter verderblich sind wie zum Beispiel Nahrungsmittel. Bei dem stark schwankenden Bitcoin-Kurs sah die Staatsanwaltschaft sogar Risiken „bis zum Totalverlust“.

Mehr als 1600 Transaktionen für den Bitcoin-Umtausch

Vom 20. Februar bis 24. April machte sich also die Landesjustizkasse daran, „in einem personal- und zeitintensiven Verfahren“, wie es in einer Pressemitteilung heißt, in mehr als 1600 Transaktionen die Bitcoins umzutauschen – übrigens mit Unterstützung der Beschuldigten, die ihre Passwörter bereitstellten. Vom Höchststand von 20.000 Euro war der Bitcoin damals bereit auf fast die Hälfte gefallen. Dennoch betrug der Erlös mehr als 12 Millionen Euro. Das ist bislang bundesweiter Rekord.

Was mit den Millionen passiert ist noch unklar. Ob Geschädigte davon profitieren, der Staat oder gar die Beschuldigten, werden die Richter erst im Urteil festgelegen.

Von Rüdiger Ditz/RND

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