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Netzwelt Bericht: Gesundheits-Apps teilen sensible Daten mit Facebook
Nachrichten Medien Netzwelt Bericht: Gesundheits-Apps teilen sensible Daten mit Facebook
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11:45 24.02.2019
Die Datenweitergabe könnte die DSGVO verstoßen. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Menlo Park

Mehrere beliebte Apps teilen sensible Daten mit Facebook, häufig ohne dass die Nutzer darüber informiert werden. Das geht aus einem Bericht des „Wall Street Journals“ hervor, das 70 Apps aus dem Apple-Store getestet hat.

Demnach sollen mindestens elf Apps, wie beispielsweise der Menstruations-Tracker „Flo Health“ oder die Herz-App „HR Monitor“ Daten etwa zum Eisprung oder die Herzfrequenz an Facebook weitergeleitet haben. Die Immobilien-App Realtor informierte Facebook, an welchen Immobilien die Nutzer zu welchem Preis und in welcher Lage Interesse gezeigt hatten.

Facebook fordert Apps auf, keine sensiblen Daten zu teilen

Die Nutzer mussten dazu in den Apps nicht mit ihrem Facebook-Konto eingeloggt sein, sie brauchten wohl nicht einmal ein Facebook-Konto zu haben. Oft habe es keine Möglichkeit gegeben, den Datenfluss zu stoppen, schreibt die Zeitung. Laut eines vom „Wall Street Journal“ zitierten Experten verstoßen Facebook und die Apps mit dieser Praxis gegen die Datenschutz-Grundverordnung, da sie nicht die Einwilligung der Nutzer gehabt hätten.

Facebook teilte in einem Statement mit, dass einige Apps mit ihrer Datenweitergabe von beispielsweise Gesundheits- oder Finanzdaten gegen die Vorgaben von Facebook verstießen. Man habe die App-Betreiber aufgefordert, nicht weiter sensible Daten mit dem Netzwerk zu teilen.

Facebook steht wegen seines Umgangs mit Daten viel in der Kritik. Das deutsche Kartellamt hatte die Datensammlung von Facebook Anfang Februar massiv eingeschränkt.

Von RND/asu

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