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Netzwelt Bilder der neuen Microsoft HoloLens geleakt – Mitarbeiter kritisieren Militärprojekt
Nachrichten Medien Netzwelt Bilder der neuen Microsoft HoloLens geleakt – Mitarbeiter kritisieren Militärprojekt
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11:50 24.02.2019
Mehr als 50 Microsoft-Mitarbeiter wandten sich in einem internen Brief gegen einen Auftrag, der die Lieferung von HoloLens-Brillen an das US-Militär vorsieht. Quelle: Ted S. Warren/AP/dpa
Barcelona

Offiziell startet der Mobile World Congress erst am Montag, doch die ersten Neuheiten werden schon im Vorfeld verkündet. So wird zum Beispiel gemunkelt, dass der Smartphone-Hersteller Huawei am Sonntagnachmittag sein faltbares Smartphone präsentiert.

Auch Microsoft lädt bereits am Sonntag zu einer großen Pressekonferenz ein. Experten erwarten, dass der Konzern dabei eine neue Version seiner HoloLens-Brillen präsentiert. Die Headsets lassen Nutzer in die sogenannte erweiterte Realität eintauchen, in der sich virtuelle Bilder in echten Szenen einblenden lassen.

Tatsächlich sind wenige Stunden vor der Präsentation schon erste Aufnahmen der neuen HoloLens 2 aufgetaucht. Die Bilder lassen vermuten, dass man mit der neuen HoloLens mit einzelnen Objekten interagieren kann, die Brille also ein erweitertes Fingertracking hat.

Kritik an Kooperation von Microsoft mit US-Militär

Vor der Präsentation regt sich in der Microsoft-Belegschaft Protest gegen eine Kooperation mit dem Pentagon. Mehr als 50 Mitarbeiter des Konzerns wandten sich am Freitag in einem internen Brief gegen einen Auftrag, der die Lieferung von HoloLens-Brillen an das US-Militär vorsieht. Die Technologie verwandle reale Schlachtfelder in ein Videospiel. Soldaten würden dadurch in die Lage versetzt, Gegner auszumachen – und zu töten.

Die Unterzeichner des Briefs „weigerten sich, Technologie für Kriegsführung und Unterdrückung zu erschaffen“, hieß es in dem Brief. Sie forderten zudem ein Mitspracherecht in der Art und Weise, wie ihre Arbeit letztlich genutzt werde. Microsoft-Chef Satya Nadella und Präsident Brad Smith werden aufgefordert, den im November verkündeten Auftrag im Umfang von 480 Millionen Dollar zu stornieren.

Der Konzern teilte in einer Reaktion mit, er wisse das Feedback von Mitarbeitern zu schätzen. Doch verwies er auf einen Blogeintrag von Smith im Oktober, wonach jene, die die USA verteidigten, „Zugriff auf die beste Technologie der Nation“ haben sollten.

Lesen Sie hier.
Microsoft Office: Das sind die kostenlosen Alternativen

Von RND/asu/dpa

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