Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Netzwelt Im Dauertest: Apples neues iPhone-Flagschiff XS Max
Nachrichten Medien Netzwelt Im Dauertest: Apples neues iPhone-Flagschiff XS Max
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 07.10.2018
Das iPhone XS (rechts) und das größere XS Max. Quelle: Andrea Warnecke/dpa
Hannover

Seit gut zwei Wochen ist es jetzt auf dem Markt – das neue iPhone-Flagschiff XS. In zwei Größen kam das sündenteure High-end-Gerät auf den deutschen Markt. Das riesig anmutende iPhone XS Max kostet in seiner teuersten Variante mit 512 GB Speicher 1649 Euro. Zu dem Preis gibt es bei Apple schon Laptops. Lohnt sich iPhone also überhaupt?

Der erste Eindruck vom iPhone XS Max (gesprochen iPhone Zehn S Max): Mann, ist das groß! 6,5 Zoll groß ist der OLED-Bildschirm, der durch Brillanz eine ungeheure Schärfe sowie Farbtreue verfügt. Das sind satte 16,51 Zentimeter bei einer Auflösung von 2688 mal 1242 Pixel. Trotzdem ist das Telefon kleiner als Apples aktuelle Großtelefone 7 Plus und 8 Plus. Der praktisch randlose Bildschirm hat immer noch einen Wow-Effekt – zumal Apple ihn ja erst 2017 einführte. Einzig bei der Tiefe hat das XS Max beinahe unmerklich zugelegt, um 0,4 Millimeter auf jetzt 7,7 Millimeter.

Das iPhone XS Max liegt auch ohne Holzfällerpranken gut in der Hand

Das iPhone XS Max liegt deshalb auch gut in der Hand, auch wenn man über keine Holzfällerpranken verfügt. Es wirkt wahnsinnig schlank für seine Größe, der edle Glaskorpus ist allerdings die Achillesferse. Will man das teure Teil unbesorgt nutzen, bedarf es einer möglichst stabilen Hülle, die auch Stürze schadlos übersteht.

Was bei der Alltagsnutzung sofort positiv auffällt, ist der ultraschnelle Prozessor, den Apple etwas ungelenk A12 Bionic Chip (mit Neural Engine der nächsten Generation) nennt. Der Wechsel zwischen den einzelnen Apps ist wirklich blitzschnell, auch bei komplexeren Anwendungen wie „Photoshop Mix“ gibt es keinerlei Geruckel oder sonstige Verzögerungen. Auch die 2017 eingeführte „Face ID“-Identifizierung geht rasend schnell.

Mit dem iPhone XS Max gut durch den multimedialen Arbeitsstag

Ebenfalls extrem positiv ins Gewicht fällt die nochmals optimierte Kamera. Schnellere Sensoren sorgen für eine weitere Perfektionierung eines ohnehin schon hohen Standards. Schnelle Bewegungen werden ohne jegliche Verzögerung erfasst, die Lichtempfindlichkeit ist besser – und die automatische Funktion Smart HDR errechnet aus mehreren HDR-Aufnahmen das optimale Foto.

Kameravergleich: Links eine Aufnahme mit dem iPhone X, rechts dasselbe Motiv mit dem iPhone XS Max. Quelle: Killy/RND

Im Porträtmodus lässt sich jetzt, wie bei Profikameras, die Tiefenschärfe einstellen. Das gilt auch für Selfies. Dass die Videowiedergabe, egal ob selbst Aufgenommenes oder Pay-Angebote wie Netflix oder Sky, perfekt ist, bedarf eigentlich keiner Erwähnung – macht das XS Max aber im Alltag zu einer mobilen Leinwand, die groß genug fürs Fernseh- oder Filmeschauen ist, inklusive Breitband-Stereo.

Auch die Batterieleistung wurde deutlich verbessert. Mit dem XS Max kommt man nun bequem ohne Nachladen durch einen multimedialen Arbeitstag – eigentlich selbstverständlich, oder? Ach ja, und telefonieren kann man auch blendend.

Fazit

Ein fantastisches Stück Technik, doch der Unterschied zum iPhone X oder dessen bald erscheinendem Nachfolger XR ist nicht groß genug, um den Riesen-Preisunterschied zu rechtfertigen. Auch anspruchsvolle User sind mit Apples Vorgängermodellen bis auf weiteres noch bestens bedient.

Von Daniel Killy/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das neue „Assassin’s-Creed“-Abenteuer ist erstmals ein richtiges Action-Rollenspiel, bunt, brutal und abwechslungsreich. Fans der Serie erleben trotzdem ein Déjà-vu nach dem Anderen.

07.10.2018

Vom Datenskandal rund um Cambridge-Analytica waren Millionen Facebook-Nutzer betroffen. Doch der Hamburger Datenschutzbeauftragte hat sein Verfahren gegen Facebook eingestellt: Die meisten Fälle sind bereits verjährt.

05.10.2018

Video beansprucht einen sehr großen Teil des weltweiten Datenverkehrs für sich, zeigt eine Studie. Ganz vorne dabei: Netflix. Das sei „beeindruckend“, finden die Autoren.

05.10.2018