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22:50 05.03.2017
Präsentation neuer Smartphones in Barcelona. Quelle: AP
Barcelona

Einmal im Jahr trifft sich die Mobilfunkbranche in Barcelona zum Mobile World Congress (MWC). Viele Hersteller präsentieren dort ihre neuen Modelle – deshalb gibt die Messe auch immer einen Ausblick auf die Trends im Mobilfunkmarkt. In diesem Jahr legen viele Unternehmen den Fokus auf die Kamera in ihren Smartphone-Modellen. Ein Hersteller versucht es dagegen mit der Neuauflage eines Klassikers. Wir stellen die interessantesten Modelle vor – in einem Video und darunter in kurzen Texten.

Huawei: Doppelkamera für Schwarz-Weiß-Bilder

Neues aus dem Hause Huawei: Das P10 Plus hat ein 5,5-Zoll-Display mit 1440 zu 2560 Pixeln, 6 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Festspeicher. Quelle: dpa

Der chinesische Hersteller Huawei hat seine Zusammenarbeit mit dem Kamera-Hersteller Leica fortgesetzt. Das Ergebnis steckt inden neuen Spitzenmodellen der Firma, im P10 und im größeren P10 Plus: Die beiden Smartphones verfügen über eine mit Leica entwickelte Doppelkamera.

Sie besteht aus einer 20-Megapixel-Schwarz-Weiß-Kamera und einer Farbkamera mit 12 Megapixel. Damit sind einerseits echte Schwarz-Weiß-Bilder ohne Filter möglich, das Zusammenspiel beider Kameras soll aber auch den Fokussiervorgang beschleunigen. Während das P10 mit einer maximalen Blendenöffnung von f2.0 auskommt, schafft das größere P10 Plus f1.8, was für bessere Fotos bei wenig Licht sorgen soll.

Das Huawei P10 kommt mit 5,1 Zoll großem Full-HD-Display (1080 zu 1920 Pixel), 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 64 GB Festspeicher. Der 3200 Milliamperestunden fassende Akku wird laut Hersteller per USB-C innerhalb von 90 Minuten voll geladen. Als Betriebssystem kommt Android 7 mit Huaweis EMUI-Oberfläche zum Einsatz. Das P10 soll ab Mitte März für rund 600 Euro in den Handel kommen.

Das technisch weitgehend identische P10 Plus unterscheidet sich durch sein größeres 5,5-Zoll-Display mit 1440 zu 2560 Pixeln, 6 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Festspeicher. Es ist gegen Ende März für rund 750 Euro im Handel.

Sony: Extreme Zeitlupenaufnahmen

Ob Display, Kamera oder Prozessor – beim Xperia XZ Premium hat sich Sony nur das Beste aus dem Hardware-Regal herausgegriffen. Quelle: dpa-tmn

Volle 4K-Auflösung (3840 mal 2160 Pixel) und HDR-Unterstützung für kontrastreichere Bilder bietet das 5,5 Zoll große IPS-Display des neuen Smartphone-Flaggschiffs von Sony. Die 19-Megapixel-Hauptkamera des Xperia XZ Premium kann neben 4K-Fotos auch Videos mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde aufnehmen, was extreme Zeitlupeneffekte ermöglicht.

Als Prozessor kommt Qualcomms neue High-End-CPU Snapdragon 835 mit acht Kernen und Gigabit-LTE-Modem zum Einsatz. Daneben stecken 4 Gigabyte (GB) RAM und 64 GB erweiterbarer Speicher im wasser- und staubgeschützten, acht Millimeter dicken Gehäuse. Mit seinem 3230 Milliamperestunden (mAh) großen Akku bringt das XZ Premium 198 Gramm auf die Waage. Es kommt im Juni für 750 Euro auf den Markt.

Dem XZ Premium stellt Sony mit dem XZs (650 Euro ab April) ein weiteres Oberklasse-Smartphone zur Seite, das ebenfalls die leistungsfähige 19-Megapixel-Kamera, ein abgedichtetes Gehäuse und 4 GB RAM bietet. Mit 5,2 Zoll fällt das Display, das auch nur Full-HD-Auflösung bietet, etwas kleiner aus. Zudem muss sich das XZs mit Qualcomms ehemaligem CPU-Spitzenmodell Snapdragon 820 sowie 32 GB erweiterbarem Speicher begnügen.

LG: Mehr Display statt Modulbauweise

Großer Bildschirm, kleiner Rahmen. Mit dem G6 bricht LG mit der modularen Bauweise des Vorgängers. Quelle: dpa-tmn

Ersatzakkus und Kameramodule sind Geschichte: LGs neues Spitzenmodell G6 ist wieder aus einem Guss. Man sei nach wie vor stolz auf das LG G5, erklärte LG-Manager Juno Cho über das recht erfolglose Vorgängermodell. Statt eines großen Ökosystems verbundener Geräte heißt es nun: mehr Bildschirm in weniger Telefon.

Herzstück des LG G6 ist der 5,7 Zoll große Bildschirm, der in einem kaum größeren Gehäuse steckt. Im ungewöhnlichen 18:9-Format nimmt er bis auf zwei schmale Streifen oberhalb und unterhalb des Displays beinahe die komplette Front des Geräts ein. Die Kanten des FullVision genannten Bildschirms mit 1440 zu 2880 Pixeln sind gerundet. Mit HDR 10 und Dolby Vision erfüllt das Display die Bedingungen für gleich zwei Standards in Sachen erweiterter Farbraum und Kontrast.

Im Inneren steckt Qualcomms Snapdragon 821 mit 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und bis zu 64 GB Festspeicher mit Möglichkeit für bis zu zwei Terabyte mehr per Speicherkarte. Der nun fest verbaute Akku des G6 fasst 3300 Milliamperestunden. Als Betriebssystem kommt Android 7 zum Einsatz, auch Googles Sprachassistent Google Assistant ist an Bord.

Mit der doppelten Kamera wurde dann aber doch eine Eigenschaft des Vorgängers übernommen. In leicht überarbeiteter Form stecken zwei 13-Megapixel-Kameras in dem Smartphone, eine davon mit Weitwinkelobjektiv. Laut LG sollen so 125 Grad Aufnahmewinkel möglich sein, die Frontkamera mit 5 Megapixeln kommt auf 100 Grad. Eine Vielzahl an Filtern und Aufnahmemodi soll Nutzer beim Filmen und Fotografieren unterstützen, wobei das große Display zweigeteilt wird. Ein Teil dient als Sucher, der andere wird für die Bedienung genutzt.

Nokia: Neuauflage eines Klassikers

Nokia hat das 3310 neu aufgelegt. Quelle: AP

Die Gerüchte haben gestimmt: Nokia-Markeninhaber HMD eine Neuauflage des Klassikers Nokia 3310 vorgestellt. In der Form dem Ur-Ahn ähnlich, aber etwas runder, dünner und vor allem moderner ist es. Statt schwarz auf hellgrün ist das 2,4 Zoll große Display nun vollfarbig, geladen wird per USB-Stecker, und auch eine Kamera ist nun an Bord.

Gespeichert wird wahlweise auf historisch kleinen 16 Megabyte internem Speicher oder Micro-SD-Karten. Das neue 3310 ist außerdem Dual-SIM-fähig. Bis zu einen Monat Standbyzeit verspricht Firmenchef Arto Nummela außerdem.

Für Snake-Veteranen ist eine Neuauflage des Handyspiele-Klassikers installiert. Der rustikale Charme des Originals ist allerdings weitgehend verloren gegangen – bei Telefon und Spiel. Rund 50 Euro soll das neue 3310 kosten.

Von dpa/RND/wer