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Netzwelt EU-Kommission kippt Roaming-Pläne
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14:25 09.09.2016
Die EU-Kommission kippt ihre Roaming-Pläne. Quelle: dpa
Brüssel

Nach heftiger Kritik von Verbraucherschützern kippt die EU-Kommission ihre Pläne, das Verbot von Roaming-Gebühren auf 90 Tage im Jahr zu beschränken.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ordnete eine Überarbeitung an, wie die Brüsseler Behörde am Freitag mitteilte. Eigentlich sollen Roaming-Gebühren in der EU ab Mitte 2017 ganz entfallen; die nun verworfenen Pläne der Kommission sahen aber doch eine zeitliche Einschränkung vor.

EU-Kommission will Missbrauch verhindern

Diese Pläne waren am Montag bekannt geworden. Die Kommission rechtfertigte sie vor allem damit, dass sie Missbrauch verhindern wolle. Zudem sei die Abschaffung der Roaming-Gebühren vor allem für Reisende gedacht, die überwiegend weniger als 90 Tage im Jahr in der EU unterwegs seien. 

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, erklärte, die Entscheidung der Kommission sei auch auf den Druck der Abgeordneten zurückzuführen: „Der Druck aus der EVP-Fraktion trägt Früchte.“ Sie kämpfe für eine Lösung ohne „viele Hintertüren“.

Von RND/afp

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