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Netzwelt EuGH: Bewusste Links zu Urheberrechtsverletzungen nicht erlaubt
Nachrichten Medien Netzwelt EuGH: Bewusste Links zu Urheberrechtsverletzungen nicht erlaubt
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16:29 08.09.2016
Der Eingangsbereich zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Quelle: EPA
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Luxemburg

Normale Bürger müssen ihre Links zu frei zugänglichen Inhalten aber nicht darauf prüfen, ob das Material vielleicht unrechtmäßig online ist. Die Entscheidung veröffentlichte das Luxemburger Gericht am Donnerstag (Rechtssache C-160/15).

Im konkreten Fall hatte die niederländische Webseite „GeenStijl“ („kein Stil“) Links zu anderen Webseiten gesetzt, auf denen Nacktfotos des TV-Stars Britt Dekker für das Magazin „Playboy“ zu finden waren. Sie waren vor der Veröffentlichung im Heft und ohne Zustimmung hochgeladen worden. „Playboy“-Verleger Sanoma forderte, dass die Links entfernt werden sollten, GS Media als Betreiber der Webseite weigerte sich.

Rechteinhaber muss Link zustimmen

Der oberste Gerichtshof der Niederlande hatte die EuGH-Richter um Hilfe bei der Auslegung von EU-Recht gebeten. In diesem Fall stellt schon der Link nach Ansicht der Richter vermutlich eine sogenannte öffentliche Wiedergabe dar – und dem muss der Rechteinhaber zustimmen. Wenn das Unternehmen mit seiner Webseite Geld verdient, müsse es prüfen, ob seine Links zu unbefugt veröffentlichtem Material führen.

Die Richter betonten aber, dass Einzelpersonen das nicht wissen können und vor dem Verlinken auf frei zugängliche Inhalte es nicht genauso prüfen müssen.

Von Kim Zickenheiner

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