Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Netzwelt Facebook-Datenskandal – 87 Millionen User betroffen
Nachrichten Medien Netzwelt Facebook-Datenskandal – 87 Millionen User betroffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:50 04.04.2018
Das Facebook-Logo am Eingang des Unternehmens in Menlo Park, Kalifornien. Quelle: AP
Menlo Park

Zuvor war stets von etwa 50 Millionen die Rede gewesen. Der Daten-Missbrauch soll den aktualisierten Angaben zufolge vor allem Nutzer in den USA betreffen.

Zuvor hatte Facebook seine Datenschutz- und Nutzungsbedingungen neu formuliert und versprochen, sie dabei klarer und transparenter zu machen. Die Informationen über die Datensammlung seien jetzt ausführlicher formuliert, mit den neuen Regeln würden keine zusätzlichen Informationen erhoben, betonte das Online-Netzwerk am Mittwoch. Aus den Bestimmungen erfährt man unter anderem, dass Facebook auf Geräten auf Informationen wie Namen von Apps und Dateien zugreift sowie auch Mausbewegungen registriert. Letzteres solle helfen, Menschen von Bots zu unterscheiden, hieß es.

Neu ist, dass andere Konzern-Dienste wie Instagram jetzt auch nach den Facebook-Datenschutzbedingungen agieren werden. An der Datenverarbeitung werde sich aber nichts ändern, betont das Unternehmen. Die Datenschutz-Bedingungen schaffen auch die Grundlage für die geplante Einführung von Gesichtserkennungs-Funktionen in Europa, wo sie bisher nach Widerstand von Datenschützern nicht verfügbar waren.

Die neuen ausführlicheren Formulierungen und Nutzerrechte gehen in Europa zu großen Teilen auf die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung, die zum 25. Mai Pflicht wird. Damit waren sie schon lange in Arbeit und sind keine Reaktion auf den aktuellen Datenschutz-Skandal um die Firma Cambridge Analytica.

Die Datenschutz-Instrumente wie die Möglichkeit, Daten in einem maschinenlesbaren Format herunterzuladen und zu einem anderen Dienst zu bringen, sollen weltweit verfügbar sein, betonte Facebook. Ausführlich als Nutzerrecht deklariert werden sie aber nur in der EU-Version der Facebook-Dokumente.

Von RND/dpa