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Netzwelt Künast stellt Strafanzeige wegen Fake-News
Nachrichten Medien Netzwelt Künast stellt Strafanzeige wegen Fake-News
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11:37 10.12.2016
Renate Künast hat Strafanzeige wegen einer Falschnachricht bei Facebook gestellt. Quelle: dpa
Berlin

Der Bundestagsabgeordneten sei auf diversen Seiten wie „Widerstand deutscher Patrioten“ ein gefälschtes Zitat zugeschrieben worden, berichtet der „Spiegel“. Demnach soll sie über den mutmaßlichen Studentinnen-Mörder von Freiburg gesagt haben: „Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber trotzdem helfen.“

Urheber dieser Fake-News soll ein Rechtspopulist aus der Schweiz gewesensein. Das berichtet die „Berliner Morgenpost“. Der Mann habe ein Bild von Künast geteilt und dazu einen Text veröffentlicht, so dass andere Facebook-Nutzer den Eindruck hätten bekommen müssen, dass es sich um ein Zitat der Grünen-Politikerin handle. Als Quelle der gefälschten Aussage habe er die „Süddeutsche Zeitung“ genannt.

Falschmeldung wird erst Tage später gelöscht

Künast habe Strafanzeige gegen die Betreiber der „Widerstand“-Seite sowie gegen unbekannt gestellt, berichtet „Der Spiegel“. Zugleich übte sie scharfe Kritik an Facebook, das erst gut drei Tage nach dem Eintrag die Falschnachricht auf der „Widerstand“-Seite gelöscht habe. Sogenannte Fake News müsste künftig umgehend nach Meldung gelöscht werden, sagte die Juristin Künast dem Hamburger Nachrichtenmagazin.

Auch Stefan Plöchinger von der „Süddeutschen Zeitung“ hatte Facebook kritisiert. „Außer einem Versprechen, dass man schauen wird, was man machen kann, ist halt leider nichts passiert“, schrieb der Journalist, nachdem seine Redaktion Facebook auf die Falschmeldung aufmerksam gemacht hatte.

Dem „Spiegel“ zufolge will die CDU ihre Wahlkampfbeobachter mit dem Aufspüren falscher Nachrichten im Internet beauftragen. „Das Phänomen Fake News könnte auch im Bundestagswahlkampf eine große Rolle spiele“, sagte Generalsekretär Peter Tauber dem Bericht zufolge mit Blick auf das nächste Jahr.

Von epd/RND/wer

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