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Netzwelt Lynchjustiz: Indien verlangt „sofortige Maßnahmen“ von Whatsapp
Nachrichten Medien Netzwelt Lynchjustiz: Indien verlangt „sofortige Maßnahmen“ von Whatsapp
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19:03 04.07.2018
Zwei Inderinnen demonstrieren für die ermordeten Nilotpal Das, und Abhijit Nath Quelle: AP
Neu Dehli

Die indische Regierung hat vom US-Messengerdienst Whatsapp „sofortige Maßnahmen“ gefordert, teilte Indiens IT-Ministerium mit. Warnungen vor angeblichen Kindesentführern hatten sich zuletzt in ganz Indien verbreitet - vor allem über WhatsApp-Gruppen. Mehr als 20 Menschen wurden Medienberichten zufolge seit Mai vergangenen Jahres von Mobs getötet, die ihre Opfer für Kindesentführer hielten.

WhatsApp antwortete der Regierung am Mittwoch mit einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin heißt es unter anderem, bald werde in Indien eine neue Funktion eingeführt, die erkennbar mache, ob eine Nachricht vom Absender erstellt oder weitergeleitet wurde. Auch eine Aufklärungskampagne zum Thema Falschinformationen sei geplant. WhatsApp sei entsetzt über die Gewalt in Indien. „Wir glauben, dass dies eine Herausforderung ist, die erfordert, dass Regierung, Zivilgesellschaft und Technologiekonzerne zusammenarbeiten.“

Indien ist der größte Markt des Messenger-Dienstes, der Facebook gehört. Viele der rund 200 Millionen Nutzer sind unerfahren im Umgang mit dem Internet und den dort verbreiteten Informationen. Bemühungen, die Verbreitung von „Fake News“ zu unterbinden, werden bei WhatsApp durch die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erschwert, bei der Inhalte nur für Absender und Empfänger - aber nicht für den Dienst selbst - im Klartext verfügbar sind.

Von RND/dpa

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