Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Milliarden für Entwickler von Smartphone-Spiel "Candy Crush"

Computer Milliarden für Entwickler von Smartphone-Spiel "Candy Crush"

Eine Milliarden-Übernahme in der Spiele-Branche vereint unter einem Dach den Konsolen-Blockbuster "Call of Duty" und den Smartphone-Hit "Candy Crush". Beide Geschäftsmodelle haben mit eigenen Problemen zu kämpfen.

Voriger Artikel
Google: Betriebssystem Chrome OS bleibt
Nächster Artikel
Google-Konzern hofft auf kommerzielle Drohnen-Flüge 2017

Den Anbietern von Konsolen-Spielen macht die Konkurrenz der kostenlosen oder günstigen Smartphone-Games wie «Candy Crush» zu schaffen, weil die Zeit der Nutzer begrenzt ist.

Quelle: Britta Pedersen

Santa Monica/London. 5,9 Milliarden Dollar für "Candy Crush" - die Firma hinter dem populären Smartphone-Spiel wird vom Branchen-Schwergewicht Activision Blizzard geschluckt.

King Digital Entertainment aus London solle nach der Übernahme weiter unabhängig agieren, erklärte der bisherige Chef Riccardo Zacconi, der den Spitzenjob behält. Mit dem Deal kommen neue und alte Geschäftsmodelle der Branche zusammen. Die Anbieter kommen gemeinsam auf mehr als eine halbe Milliarde Kunden weltweit - auch wenn der Großteil davon nur kostenlos Smartphone-Games von King nutzt.

Activision Blizzard verkauft teure Konsolen-Spiele wie "Call of Duty" oder "Skylanders", aber auch Abos für das Online-Game "World of Warcraft". King Digital ist einer der erfolgreichsten Anbieter kostenloser Smartphone-Spiele. Die Nutzer werden dabei aber animiert, für virtuelle Güter oder zusätzliche Lösungsversuche Geld zu bezahlen. Nur sehr wenige machen davon Gebrauch - allein im vergangenen Jahr reichte das allerdings, um King einen Gewinn von 575 Millionen Dollar einzuspielen.

Activision Blizzard bietet mit einem Preis von 18 Dollar pro King-Aktie einen relativ moderaten Aufschlag von knapp 16 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag. King Digital ist hochprofitabel, hatte zuletzt aber mit Geschäftsrückgängen zu kämpfen, weil das Interesse der Nutzer an "Candy Crush" nachließ und kein ähnlich erfolgreiches neues Spiel folgte.

Im zweiten Quartal sank der Umsatz binnen drei Monaten um 14 Prozent auf 490 Millionen Dollar. Der Gewinn fiel im Vergleich zum ersten Vierteljahr um 27 Prozent auf 119 Millionen Dollar. Die Zahl der aktiven Nutzer ging um neun Prozent zurück - es waren aber immer noch rund 500 Millionen im Monat. Ein weiteres Problem: 7,6 Millionen Spieler gaben Geld in King-Games aus, elf Prozent weniger als drei Monate zuvor. Die Firma hat rund 1600 Mitarbeiter.

Auch andere Anbieter mussten schon die Erfahrung machen, dass der Erfolg eines Online-Spiels eher so etwas wie ein Lotto-Gewinn ist und sich nicht so einfach wiederholen lässt. Und auch bei einem Hit lässt die Anziehungskraft spätestens nach einigen Jahren, nach und die Nutzer-Massen ziehen weiter.

Der Pionier Zynga schwächelt schon seit Jahren, nachdem kein neuer Treffer in der Dimension von "Farmville" gelang. Der finnische "Angry Birds"-Erfinder Rovio musste angesichts des schrumpfenden Geschäfts in mehreren Runden Stellen streichen. King Digital entwickelte rund 200 Spiele - ist aber hauptsächlich für "Candy Crush" bekannt.

Auch Activision Blizzard musste mit "Guitar Hero" auf die harte Tour lernen, wie ein einst erfolgreiches Spiel zum Ladenhüter werden kann. Den Anbietern von Konsolen-Spielen macht die Konkurrenz der kostenlosen oder günstigen Smartphone-Games wie "Candy Crush" zu schaffen, weil die Zeit der Nutzer begrenzt ist.

Zugleich lassen sich mit Serien für eingefleischte Gamer wie "Call of Duty" Jahr für Jahr hohe Verkaufszahlen mit immer neuen Ausgaben erzielen. Der nächste Titel mit dem Zusatz-Titel "Black Ops III" kommt diese Woche in den Handel. Im dritten Quartal machte Activision Blizzard zuletzt 127 Millionen Dollar Gewinn bei 990 Millionen Dollar Umsatz.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Multimedia
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Hier finden Sie Infos und Fotos vom Leipziger Opernball 2017 unter dem Motto „Moskauer Nächte“ mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr