Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Netzwelt Russische Hacker hatten Zugang zu US-Stromversorgern
Nachrichten Medien Netzwelt Russische Hacker hatten Zugang zu US-Stromversorgern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:17 24.07.2018
Windräder vor dem Berg San Jacinto, Kalifornien. Quelle: imago/CHROMORANGE
Anzeige
Washington

Russischen Hackern soll es laut einem Medienbericht gelungen sein, sich Zugang zu den Kontrollräumen von mehreren amerikanischen Stromversorgen zu verschaffen. Die Hacker seien zunächst in die Netzwerke von Drittfirmen eingedrungen und hätten sich auf diesem Weg Zugang zu den Systemen der Versorger verschafft, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf das Heimatschutzministerium.

Sie seien zu dem Punkt gekommen, an dem sie die Schalter umlegen und Stromflüsse hätten unterbrechen können, zitierte die Zeitung Jonathan Homer, der im Ministerium für industrielle Kontrollsysteme zuständig ist. Die Hacker arbeiteten dem Bericht zufolge für eine staatlich finanzierte Gruppe, die unter den Namen „Dragonfly“ und „Energetic Bear“ fungieren soll. Das Heimatschutzministerium sprach demnach von „hunderten Opfern“, nannte aber keine Namen.

Die Hacker hätten Phishing-E-Mails verschickt, um sich Zugang zu Drittfirmen mit weniger gut gesicherten Netzwerken zu verschaffen, hieß es in dem Bericht. Sobald sie einmal in diesen Netzen gewesen seien, hätten sie sich auf ihr eigentliches Ziel konzentriert, die Stromversorger. In vielen Fällen sei es relativ einfach gewesen, Anmeldeinformationen von Anbietern zu stehlen und so direkten Zugriff auf Versorgungsnetze zu bekommen.

Gefahr ist nicht gebannt

Die US-Regierung hatte Russland im März öffentlich beschuldigt, hinter Cyberangriffen auf Energieversorger zu stehen. Der Kreml wies das zurück.

Der nationale Geheimdienstkoordinator der USA, Dan Coats, sprach erst vor wenigen Tagen davon, dass er die Gefahr von Hackerangriffen auf die amerikanische Infrastruktur keineswegs gebannt sieht. Russland, China, der Iran und Nordkorea seien dabei die „schlimmsten Übeltäter“, wobei Moskau am aggressivsten vorgehe, erklärte er.

Der Präsident des Bundesamt für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hatte vor Kurzem vor verstärkten Cyberangriffen aus Russland, China und dem Iran gewarnt. Die Verantwortung für den jüngsten flächendeckenden Hackerangriff auf deutsche Stormnetze und Energieunternehmen schreibt Maaßen Russland zu.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Aus dem Rundfunkstaatsvertrag soll der Medienstaatsvertrag werden – und so zukünftig zum Beispiel auch für Smart-TVs und Streaming gelten. Die Rundfunkkommission stellt eine erste Version des neuen Vertrags nun online zur Diskussion.

23.07.2018

Facebook arbeitet an einem Satellitensystem, das auch ländliche Regionen und entlegene Winkel der Erde ans Internet anschließen soll. Der erste Satellit des Projekts „Athena“ könnte schon 2019 starten.

23.07.2018

Mit Snapcash konnten sich Nutzer von Snapchat gegenseitig Geld überweisen. Jetzt gibt das Unternehmen das Feature auf. War die Konkurrenz zu groß?

23.07.2018
Anzeige