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Netzwelt US-Neonazi-Seite „Daily Stormer“ gehackt
Nachrichten Medien Netzwelt US-Neonazi-Seite „Daily Stormer“ gehackt
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20:04 14.08.2017
Daily Stormer. Quelle: Screenshot/RND
Berlin

„Diese Seite ist nun unter der Kontrolle von Anonymous“, hieß es in einem Artikel auf der Startseite der umstrittenen Neonazi-Plattform „Daily Stormer“. Die Aktion sei im Namen der Opfer von Charlottesville erfolgt, die „Opfer von weißem rechtsextremen Terror“, hieß es. Zunächst war aber unklar, ob tatsächlich das Netzwerk Anonymous dahintersteckte.

Auf der Twitter-Seite von „YourAnonNews“ hieß es am Montag: „Wir haben bislang keine Bestätigung, dass „Anonymous“ involviert ist.“ Nach einigen Stunden verschwand der Artikel. Details bleiben unklar.

Stundenlang war diese Nachricht von Anonymous auf der Startseite des „Daily Stormers“ zu sehen. Quelle: Screenshot/RND

Die rechtsextremistische Internet-Seite wird dennoch womöglich bald vom Netz genommen. Der Webhoster GoDaddy hat die Betreiber der Seite aufgefordert, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. „The Daily Stromer“ sei informiert worden, sich binnen 24 Stunden einen neuen Provider zu suchen, twitterte GoDaddy am Montag. Grund sei der Verstoß gegen die Nutzungsregeln.

Tragende Rolle in Charlottesville

„The Daily Stormer“ hatte am Wochenende den Aufmarsch von Rechtsradikalen und Neonazis in Charlottesville im US-Bundessstaat Virginia unterstützt. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten waren 15 Menschen verletzt worden. Danach fuhr ein mutmaßlicher Rechtsextremist mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten, eine 32-jährige Frau starb. Das Todesopfer wurde auf der „Daily Stormer“-Seite massiv verunglimpft und beleidigt.

Am Montag hatte zudem ein möglicher Hackerangriff auf die „Daily Stormer“-Seite Fragen aufgeworfen. „Diese Seite ist nun unter der Kontrolle von Anonymous“, hieß es in einem Artikel. Die Aktion sei im Namen der Opfer von Charlottesville erfolgt, die „Opfer von weißem rechtsextremen Terror“. Zunächst war aber unklar, ob tatsächlich des Netzwerkes Anonymous dahintersteckte.

Von RND/dpa