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Medien Papst wettert gegen Leser der Skandalpresse
Nachrichten Medien Papst wettert gegen Leser der Skandalpresse
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07:40 08.12.2016
Papst Franziskus unterhält sich während eines Flugs mit Journalisten. Quelle: ANSA POOL
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Brüssel/Rom

Papst Franziskus hat Desinformation und Skandal-Berichterstattung in den Medien scharf kritisiert. „Desinformation ist wahrscheinlich der größte Schaden, den die Medien anrichten können, da die Meinung in eine Richtung gelenkt wird und der andere Teil der Wahrheit vernachlässigt wird“, sagte Franziskus in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der belgischen Wochenzeitung „Tertio“.

Rufmord als Versuchung

Die Medien hätten eine große Verantwortung, seien aber auch gefährlichen Versuchungen ausgesetzt, sagte der 79-Jährige dem katholischen Magazin. „Sie können von Rufmord versucht werden und Menschen verleumden und beschmutzen, vor allem in der Welt der Politik.“ Medien hätten kein Recht dazu, Menschen zu diffamieren. Es richte Schaden an und sei eine Sünde.

In dem Interview wählte Papst Franziskus auch einen bemerkenswertes Beispiel: Er verglich die Vorliebe für Skandal-Berichterstattung mit Koprophilie, dem abnormen Interesse für Exkremente. „Ich denke, die Medien sollten sehr klar und transparent sein, und nicht - Entschuldigung - der Krankheit der Koprophilie zum Opfer fallen. Sie will stets Skandale und hässliche Dinge verbreiten, auch wenn sie wahr sein mögen.“

Der Papst baute den Vergleich weiter aus: Medienkonsumenten andererseits seien anfällig für Koprophagie, den Verzehr von Kot.

Von dpa/afp/RND/zys

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