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Medien Schwarzenegger und Trump liefern sich Twitter-Fehde
Nachrichten Medien Schwarzenegger und Trump liefern sich Twitter-Fehde
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15:16 03.02.2017
Trump und Schwarzenegger teilen ihre Vorliebe für die Sozialen Medien – und deutliche Worte.  Quelle: dpa
Washington

 US-Präsident Donald Trump lässt in seinem Twitter-Streit mit Arnold Schwarzenegger nicht locker: „Ja, Arnold Schwarzenegger hat einen wirklich schlechten Job als Gouverneur von Kalifornien gemacht, und noch schlechter in Apprentice ... aber zumindest hat er sich bemüht!“, twitterte Trump am Freitagmorgen über seinen Nachfolger als Moderator der TV-Sendung „The Celebrity Apprentice“.

Der Beleidigung geht ein Schlagabtausch voraus, den die ganze Welt mitverfolgen kann – denn er findet öffentlichkeitswirksam auf Twitter statt. Angefangen hat US-Präsident Donald Trump während einer Rede in Washington am Donnerstag. Trump erinnerte sich an seine Zeit als Star der Reality-Show „Celebrity Apprentice“ und belächelte seinen dortigen Nachfolger Schwarzenegger wegen dessen schwächeren Einschaltquoten.

Das ließ „Arnie“ nicht auf sich sitzen. Er stellte ein Video online, in dem er Trump vorschlug, doch einfach die Jobs zu tauschen: „Übernehmen Sie doch das Fernsehen, wenn Sie so ein Quotenexperte sind. Und ich übernehme Ihren Job und dann können die Leute endlich wieder friedlich schlafen. Hmm?“

In der letzten Staffel mit Trump hatte „Celebrity Apprentice“ 2015 7,6 Millionen Zuschauer. Bei Schwarzeneggers Premiere im Januar waren es fünf Millionen und in der Woche darauf nur noch 3,9 Millionen. Trump wird bei der Show immer noch als Produzent geführt, weshalb er auch Interesse an hohen Einschaltquoten haben dürfte.

„Als ich für die Präsidentenwahl angetreten bin, musste ich die Show verlassen“, sagte Trump beim National Prayer Breakfast, einem jährlichen Treffen von Prominenten aus Politik, Wirtschaft und Kultur. „Sie verpflichteten einen großen, großen Kinostar, Arnold Schwarzenegger, um mich zu ersetzen. Und wir wissen, was dabei rauskam. Die Quoten gingen in den Keller. Es war ein völliges Desaster.“

Der Hintergrund für den Streit könnten aber auch Schwarzenegger Ambitionen sein, aus denen er nie einen Hehl gemacht hat. Mehrfach sagte er in Interviews, dass er sich auch eine Kandidatur für das höchste Staatsamt in den USA vorstellen könnte, wenn die Verfassung das zuließe. Weil er nicht dort, sondern in Österreich geboren ist, darf er aber nicht Präsident werden.

Von RND/dpa/aks