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Medien „Rote Rosen“ – Wiederholung am Morgen fällt weg
Nachrichten Medien „Rote Rosen“ – Wiederholung am Morgen fällt weg
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18:17 15.05.2018
Keine Angst vorm Serien-Verwelken: Die Telenovela „Rote Rosen“ mit Madeleine Niesche wurde um die 16. Staffel verlängert, nur die morgendliche Wiederholung im Ersten fällt seit Montag (14. Mai) weg. Quelle: obs
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Lüneburg

Böse Überraschung für die Fans der ARD-Erfolgsserie aus Lüneburg, die immer die Wiederholung morgens um 9.05 im Ersten eingeschaltet haben: Der Sender hat die Rosen auf diesem Sendeplatz verwelken lassen, seit Montag gibt‘s die Wiederholung dort nicht mehr. Die Freunde der Geschichten aus der Hansestadt, die ein komplettes Aus der Telenovela befürchten, kann ARD-Pressesprecher Dr. Bernhard Möhlmann beruhigen. Er gibt sogar ein klares Bekenntnis zur Serie ab: „Es ist überhaupt kein Ende absehbar.“

Vormittags sollen in der ARD weniger Wiederholungen laufen

Hinter der Entscheidung steht laut Dr. Möllmann ein neues Programmkonzept: „Wir wollen weniger Wiederholungen bringen und setzen hier auf ein neues Live-Format.“ Von 9.05 bis 9.55 Uhr läuft nun „Live nach Neun – Raus ins Leben“ mit Live-Schalten – immer auf der Suche nach Alltagshelden und Anpackern, Menschen, die das Land am Laufen halten, auf Baustellen und Bahnhöfen, in Fitnessstudios und Frisiersalons. Moderiert wird die Sendung von der ehemaligen Haupt-Rose Isabel Varell und Tim Schreder.

Für die Sender sind die Quoten der jeweiligen Erstausstrahlungen entscheidend. Da liegen die Rosen bestens im Rennen, der ARD-Sprecher bestätigt: „Die Quoten sind seit Jahren stabil, täglich schalten etwa 1,5 Millionen Menschen um 14.10 Uhr ein, das entspricht einem Marktanteil von rund 15 Prozent.“ Davon profitiert Lüneburg, denn auch durch die Serie boomt der Tourismus. Und bei der Produktionsfirma Studio Hamburg Serienwerft sind ständig rund 150 Menschen in Lohn und Brot.

In Kürze beginnen die Verhandlungen über zwei weitere Staffeln

Kritisch könnte es für die Rosen erst werden, wenn ihre Quoten auf den Durchschnitt aller in der ARD gezeigten Sendungen fällt. Das ist für längere Zeit nicht zu erwarten. Ein Beispiel: Die Marktanteile des Ersten lagen vom 1. bis 14. Mai bei 10,9 Prozent, die Rosen brachten es am 14. Mai auf 15,0 Prozent.

Schon lange beschlossene Sache ist die 16. Staffel. Altbekannte Rosen-Stars drehen mit neuen Hauptdarstellern ab Herbst, die Folgen sind dann bis Ende 2019 zu sehen. Und in Kürze geht die Serienwerft in die Verhandlungen mit den ARD-Gremien über zwei weitere Staffeln, also 400 weitere Folgen.

Platz 7: „Rote Rosen“ zählt zu den langlebigen deutschen Serien

Die Erfolgsserie aus Lüneburg feierte am 6. November 2006 Bildschirm-Premiere, gehört zu den langlebigsten deutschen Serien – gestern wurde Folge 2650 ausgestrahlt. Mehr Episoden haben nur „Alles was zählt“ auf Platz 6, „Sturm der Liebe“ (5), „Marienhof“ (4), „Verbotene Liebe“ (3), „Unter uns“ (2) und Spitzenreiter „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Wer auf die Rosen-Wiederholungen am Morgen partout nicht verzichten will, hat – allerdings frühere – Alternativen: Der NDR bringt sie um 7.20 Uhr, der MDR um 6.50 Uhr, der hr um 6.45 Uhr und der rbb um 6.20 Uhr.

Von Rainer Schubert

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