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Medien Trump-Anhänger schimpfen über „Lugenpresse“
Nachrichten Medien Trump-Anhänger schimpfen über „Lugenpresse“
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22:33 24.10.2016
„Lugenpresse“ rufen diese Trump-Anhänger in die Richtung von Journalisten  Quelle: Twitter/Rosie Gray
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Washington/Dresden

Der Mann hat nicht genau verstanden, was sein Freund gerade gesagt hat, er fragt deshalb lieber noch einmal nach, bevor er das Wort wiederholt – dann wirft er es der Journalistin an den Kopf: „Lugenpresse“, ruft er. Sein Freund lobt ihn. „Das hast Du richtig gesagt.“ Zwar beherrscht sein Kumpel das „ü“ noch nicht. Aber vielleicht lernt er es bis zum nächsten Mal noch.

In den USA ist die Journalistin Rosie Gray mit einem Begriff beschimpft worden, den schon die Nationalsozialisten verwendet haben – und den auch Pegida-Anhänger in Dresden gerne regelmäßig benutzen. Sie war am Wochenende auf einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump in Cleveland (Ohio) gewesen, wie sie am Montag auf Buzzfeed schrieb.

Debatte über #lugenpresse auf Twitter

Dass Journalisten von dessen Anhängern beschimpft werden, sei nicht ungewöhnlich, erklärt sie. Aber am Sonnabend sei ein neues Schimpfwort dazu gekommen: Lügenpresse. Oder ins Englische übersetzt: lying press. Aber Trumps Anhänger sagten nicht „lying press“, sondern „Lugenpresse“. Wie vor 80 Jahren die Nazis. Diese hätten damit die Medien diskreditieren wollen, erklärte Rosie Gray ihren Lesern auf Buzzfeed.

Sie nahm die Szene mit ihrem Smartphone auf und veröffentlichte das kurze Video auf Twitter. Unter dem Hashtag „lugenpresse“ diskutierten viele Nutzer in den USA darüber.

Von RND/wer

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