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Analyse: iPhone und China im Fokus bei Apples Weihnachtsquartal

Computer Analyse: iPhone und China im Fokus bei Apples Weihnachtsquartal

Vor einem Jahr präsentierte Apple einen Rekord-Quartalsgewinn von 18 Milliarden Dollar. Jetzt stehen die Zahlen für das Weihnachtsgeschäft 2015 an. Kann der Konzern trotz Turbulenzen in China den Bestwert überbieten? Und wie stark läuft das iPhone, sein wichtigstes Produkt?

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Apple-Chef Tim Cook bekräftigte noch vor einigen Monaten, der Konzern sieht sich von der gegenwärtigen Krise in China nicht betroffen. Foto: Adrian Bradshaw

Cupertino. Dass Apple am Dienstagabend europäischer Zeit wieder einen Milliardengewinn für das vergangene Weihnachtsquartal melden wird, steht außer Zweifel.

Doch die Planke hängt hoch mit den 18 Milliarden Dollar, die der iPhone-Konzern im letzten Vierteljahr 2014 verdiente - ein Rekord der Wirtschaftsgeschichte. Jetzt geht es aber nicht nur darum, ob und wie sehr Apple diesen Wert übertreffen kann.

Die frischen Zahlen werden auch Hinweise darauf liefern, ob die Strategie von Apple im Smartphone-Markt aufgeht und wie stark der Konzern von den wirtschaftlichen Turbulenzen in China betroffen ist.

Das sind zwei Schlüsselfragen, denn in die Abhängigkeit vom iPhone und dem chinesischen Markt ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Der Gegenwind durch den starken Dollar kommt hinzu. Skeptische Anleger ließen die Apple-Aktie seit Anfang Dezember bereits von 120 auf gut 100 Dollar fallen. Was die Apple-Zahlen zeigen werden - und worüber man beim Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert weiterhin rätseln müssen wird:

- iPhone: Das Computer-Telefon ist Apples wichtigstes Produkt und macht mehr als 60 Prozent des Geschäfts aus. Ins Weihnachtsquartal 2014 ging Apple mit den erstmals deutlich größeren Modellen iPhone 6 und 6 Plus. Leute, die schon länger ein iPhone mit einem großen Displays haben wollten, schlugen zu.

Die iPhone-Verkäufe schnellten um 46 Prozent auf 74,5 Millionen Geräte hoch. Mit den optisch unveränderten 6S-Modellen wird sich zeigen, ob die Strategie, auf teure Smartphones zu setzen, weiterhin aufgeht. Zuletzt gab es Berichte aus der Zuliefererkette, Apple habe Bestellungen für die iPhone-Produktion gekappt. Solche Informationen hatten sich aber früher schon als unvollständig erwiesen. Nach neuesten Gerüchten könnte Apple im März ein iPhone 5se vorstellen, bei dem Technik der neueren Modelle ins kleinere Gehäuse gepresst würde.

- China: Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft flacht ab, die Aktienkurse krachen ein, die Verbraucher sind verunsichert und geben weniger Geld aus. Apple-Chef Tim Cook bekräftigte noch vor einigen Monaten, der Konzern sieht sich nicht betroffen und will unter anderem schnell weitere Apple Stores in dem Land aufmachen. Zuletzt erwirtschaftete Apple in China rund ein Viertel seiner Umsätze, getragen vor allem vom iPhone.

- Apple Watch: Der Konzern nannte bisher keine Verkaufszahlen für seine im Frühjahr gestartete Computer-Uhr - und gab auch keine Hinweise, dass sich das ändern könnte. Die Zahlen zur Apple Watch werden in der Kategorie "Andere Produkte" mit der Fernseh-Box Apple TV und den iPod-Playern zusammengerührt. Dort lag der Umsatz im Weihnachtsquartal des Vorjahres bei knapp 2,7 Milliarden Dollar. Während der iPod-Absatz schrumpft, dürfte ein Wachstum in dieser Kategorie vor allem auf die Apple Watch zurückgehen. Schätzungen der Analysten reichen von drei bis zehn Millionen verkauften Uhren.

- iPad: Die Verkäufe des Tablets schwächelten zuletzt. Apple brachte im Herbst das größere iPad Pro auf den Markt, das vor allem für den Einsatz in Kreativ-Berufen und Unternehmen gedacht ist. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob das schnell einen Effekt hatte. Im Weihnachtsgeschäft 2014 war der iPad-Absatz noch um rund ein Fünftel auf 21,5 Millionen Geräte gefallen und der Umsatz auf knapp neun Milliarden Dollar gefallen.

- Apple TV und Apple Music: Zahlen zum Geschäft mit der Fernseh-Box nennt Apple nur sporadisch. Zudem blieb mit dem Start des neuen Modells auch die günstigere alte Version im Angebot. Der im Sommer gestartete Streaming-Musikdienst überschritt nach Informationen der "Financial Times" die Marke von zehn Millionen Abo-Kunden, von Apple gab es schon lange keine Zahlen dazu. Die Umsätze werden zusammen mit dem Geschäft mit Apps und Downloads in der Rubrik "Dienste" verbucht, die vor einem Jahr rund 4,8 Milliarden Dollar schwer war.

dpa

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